Kassel / Grossalmerode. Es könnte der erste Schritt zu einer Energiewende in Nordhessen werden. Die Stadtwerke in Kassel und Großalmerode wollen künftig gemeinsam das Strom- sowie Gasnetz der Stadt im Werra-Meißner-Kreis betreiben. Der Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Grundsatzfragen des Kasseler Stadtparlaments hat grünes Licht für die Pläne gegeben.
Nach kontroverser Debatte stimmte eine große Mehrheit aus SPD, CDU, Grünen und Linken dafür, der Stadtverordnetenversammlung die Annahme der geplanten Zusammenarbeit zu empfehlen. Großalmerodes Bürgermeister Andreas Nickel (SPD), der mit Verwaltungsmitarbeitern und Stadtverordneten die Ausschusssitzung in Kassel besucht hatte, zeigte sich erfreut über das Ausschuss-Votum. Es gilt als sicher, dass die Kasseler Stadtverordnetenversammlung in der Sitzung am 22. Februar dem Votum folgt und den endgültigen Beschluss fasst. Auch in Großalmerode gilt ein entsprechender endgültiger Beschluss als sicher, der in der Stadtverordnetensitzung am 24. Februar fallen soll.
Keine Freude löste das Ausschussvotum bei Mitarbeitern von Eon-Mitte aus, die ebenfalls am Mittwochabend die Sitzung verfolgt hatten. Es gibt Angst um die 800 Eon-Arbeitsplätze in der Region. „Unsere Arbeitsplätze - auch wenn ein solcher Eindruck erweckt wird - sind nicht sicher, wenn die Städtischen Werke Kassel zu unseren Lasten wachsen“, steht in einem Brief an die Kasseler Stadtverordneten, der von 135 Eon-Mitarbeitern aus Kassel unterschrieben wurde. Im Brief wird auch auf rund 4,5 Millionen Euro Gewerbesteuer hingewiesen, die in den vergangenen Jahren durchschnittlich pro Jahr von Eon-Mitte in die Kasseler Stadtkasse geflossen sei.
Auch wenn die endgültigen Beschlüsse bald wie geplant fallen, kann es noch längere Zeit dauern, bis der Netzbetrieb in Großalmerode gemeinsam mit den Kasseler Stadtwerken starten kann. Das Netz in Großalmerode gehört Eon und muss zurückgekauft werden.
Die Kaufpreisvorstellungen liegen weit auseinander. Laut Gutachten soll das Strom- und Gasnetz 3,2 Millionen Euro wert sein. Eon-Mitte will einen Sachzeitwert von 8,3 Millionen Euro haben. Möglicherweise wird der Kaufpreis erst in langwierigen Gerichtsverfahren festgelegt. ARTIKEL UNTEN
Von Jörg Steinbach
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(18.9)%1. Weiterhin über die Wegmannstraße
(67.5)%2. Über die Waldecker Straße und Am Ziegenberg
(13.6)%3. In einer kombinierten Lösung über beide Straßen



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