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Das wird teuer: Baunataler erlaubte sich Scherz mit der Polizei

Das wird teuer: Baunataler erlaubte sich Scherz mit der Polizei

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Kassel/Baunatal. Ein übler Scherz kommt einem 44-jährigen Mann aus Baunatal wohl teuer zu stehen. Laut Polizei löste er in der Nacht zum Mittwoch grundlos einen Polizeieinsatz auf dem Gelände eines Kleingartenvereins im Kasseler Stadtteil Rothenditmold aus.

Laut Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch hatte um kurz nach 0.30 Uhr die Leitstelle der Kasseler Polizei über den Polizeinotruf 110 den Anruf eines Mannes erhalten, der von einem bewaffneten Täter in einer Kneipe auf dem Kleingartengelände berichtete. Mehrere Gäste, so der Anrufer, seien bereits aus den Gasträumen geflüchtet.

Als die Polizei kurz darauf mit mehreren Funkwagen vor Ort eintraf, schien die Lage ruhig. Die erste Aufklärung an der Gastwirtschaft ergab, dass zu diesem Zeitpunkt, es war etwa 0.45 Uhr, noch vier Personen im Schankraum waren.

Von einem bewaffneten Täter sei hingegen nichts zu sehen gesehen. Keiner der Menschen im Gastraum hatte an diesem Abend etwas von einem bewaffneten Mann mitbekommen.

„Missbrauch von Notrufen“

„Ein übler Scherz also zulasten der Polizei und des Lokals, im Amtsdeutsch auch „Missbrauch von Notrufen“ genannt“, sagt Jungnitsch. Wegen dieses Tatbestandes und auch dem Verdacht der Vortäuschung einer Straftat ermitteln nun die Beamten gegen den 44-Jährigen. Er hatte nach Zeugenangaben Streit mit Anwesenden. Kurz vor dem Notruf bei der Polizei habe der Mann das Lokal verlassen. Seine Handynummer führte auf die Spur des mutmaßlichen Anrufers.

Neben den strafrechtlichen Ermittlungen muss der 44-Jährige auch mit einer Kostenrechnung für den von ihm mutwillig ausgelösten Polizeieinsatz rechnen. (use)

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