Wissen, was die Kinder tun

Internet-Medien-Coaches sollen das Bewusstsein für Gefahren im Netz verstärken

Wissen, was die Kinder tun

411.02.1011.02.10|Kassel|
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Kassel. Wissen Sie, was Ihr Kind mit seinem Handy alles anstellen kann? Was es in Chats und virtuellen sozialen Netzwerken tut?

Gemeinsam für einen sicheren Umgang mit den neuen Medien: Die neuen Medien-Berater (von links) Andreas Spieldiener, Annika Lorz, Daphnis Georghiou und Jörg Ruckel, Marco Weller vom Netzwerk gegen Gewalt, Medien-Coach Michael Fingerling, Markus Wortmann (hinten), Vorstandsvorsitzender des Vereins „Sicheres Netz hilft“, Staatssekretär Horst Westerfeld, Prof. Wolfgang Thaenert, Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, Claudia Spohr, „Sicheres Netz hilft“, Medien-Coaches Armin Ruda und Katharina Nölle. Foto: Herzog

Gemeinsam für einen sicheren Umgang mit den neuen Medien: Die neuen Medien-Berater (von links) Andreas Spieldiener, Annika Lorz, Daphnis Georghiou und Jörg Ruckel, Marco Weller vom Netzwerk gegen Gewalt, Medien-Coach Michael Fingerling, Markus Wortmann (hinten), Vorstandsvorsitzender des Vereins „Sicheres Netz hilft“, Staatssekretär Horst Westerfeld, Prof. Wolfgang Thaenert, Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, Claudia Spohr, „Sicheres Netz hilft“, Medien-Coaches Armin Ruda und Katharina Nölle. Foto: Herzog

Oft wissen Eltern und Lehrer nur sehr wenig über die Gefahren und Chancen im Internet. Das soll sich nun ändern. Sieben neue Internet-Medien-Coaches sind von Staatssekretär Horst Westerfeld im Medienprojektzentrum Offener Kanal offiziell zertifiziert worden. Unter ihnen sind auch Medientrainer aus allen vier hessischen Medienprojektzentren Offener Kanal.

Orientierung geben

Die Medien-Coaches – das sind Pädagogen, Polizisten und Sozialarbeiter, die über die Gefahren und die Möglichkeiten der Internetnutzung informieren. Als Experten für Medienkompetenz können sie zum Beispiel von Schulen gemietet werden. Dabei geht es neben der Aufklärungsarbeit mit Schülern vor allem um Eltern und Lehrer, die aus Unkenntnis oft nicht die nötige Orientierung geben können.

In der zweitägigen kostenlosen Fortbildung zum Medien-Coach tauschen sich die Teilnehmer zunächst über die Erfahrungen in ihrem jeweiligen Berufsfeld aus. Dann stehen Medienethik und Medienrecht auf dem Plan. Getestet werden Computerspiele und Chaträume. Am zweiten Tag werden sie in Präsentationstechniken geschult.

„Denn die richtige Vermittlung ist wichtig, um Bewusstsein zu schaffen“, sagt Marco Weller, Geschäftsführer des Netzwerks gegen Gewalt. Brisante Themen wie Kinderpornografie aber auch Nutzungsrechte zum Beispiel bei heruntergeladener Musik und Filmen müssten verständlich vermittelt werden, damit die Botschaft hängen bleibe.

Das Internet-Medien-Coach-Programm ist ein Projekt des Netzwerks gegen Gewalt und dem Verein „Sicheres Netz hilft“ und als Fortbildung für hessische Lehrkräfte akkreditiert. Die nächsten Schulungen finden am 23./24. März und am 29./30. April in Wiesbaden-Naurod statt.

Weitere Informationen unter: www.medienkompetenz-hessen.de

Von Jan Baetz

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