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Witzenhausen. Das Ziel ist für die Grünen klar: Ab 2020 müssen die Werra und die Weser salzfrei sein. Darauf wollen auch die Mandatsträger der Öko-Partei in den Parlamenten der Anliegerländer und -landkreise dringen.

Sigrid
Darauf verständigten sich Grünen-Politiker aus Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen am Donnerstag auf einer Konferenz zur Werraverschmutzung. Die nordhessische Landtagsabgeordnete Sigrid Erfurth, die sich seit 2005 um die länderübergreifende Zusammenarbeit kümmert, hatte dazu wieder einmal nach Witzenhausen eingeladen.
Die Vertreter trafen sich in der Deula, um eine Bewertung der abschließenden Empfehlung des Runden Tisches Gewässerschutz vorzunehmen. Das Gremium hatte mit Abgabe der Empfehlungen Anfang Februar seine Arbeit zunächst abgeschlossen.
Der Runde Tisch habe „ganz gute Vorschläge unterbreitet“, kommentierte Sigrid Erfurth die Forderungen an den Konzern K+S nach vollständigem Stopp der Einleitung von Kaliabwasser in die Werra sowie der Verpressung von Lauge im Untergrund bis spätestens 2020.
Das Verpressen von Kaliabwasser wollen die Grünen wegen der Gefahr für das Trinkwasser aber schon spätestens Ende 2015 eingestellt wissen.
Außerdem betonen die Grünen die Forderung zum Bau einer Pipeline bis zur Nordsee, die spätestens 2020 zur Verfügung stehen müsse. Sollte es K+S anders hinbekommen, dass der Fluss dann salzfrei ist, soll es ihnen aber egal sein. Einen technischen Weg wolle man nicht vorgeben, allerdings müsse auch dieser umweltverträglich sein.
Die Grünen sehen die Fernleitung jedoch bislang auch als erforderlich dafür an, um das Problem der Abwässer von den Kalihalden zu lösen, ergänzt der niedersächsische Landtagsabgeordnete Christian Meyer (Hann. Münden).
Wer sagt, die Pipeline sei wegen Gefahren durch Kalilauge für die Nordsee Unsinn, müsse daran denken, dass das Abwasser sowieso ins Meer gelange, allerdings über Werra und Weser, gibt Erfurth zu Bedenken. Nur dass in diesem Fall noch 430 Kilometer Süßwasserfluss versalzen würden.
Diese lange Strecke wieder salzfrei zu bekommen, und zwar so schnell wie möglich, müsse das Ziel sein.
Dazu wollen die grünen Mandatsträger in ihren jeweiligen Parlamenten Druck machen, verabredeten sie am Donnerstag in Witzenhausen.
Von Stefan Forbert
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