Ab 2020 salzfreier Fluss

Grünen-Politiker wollen in Landtagen Druck machen gegen Werraverschmutzung

Ab 2020 salzfreier Fluss

502.04.1002.04.10|Witzenhausen|1 Kommentar
Artikel drucken|Artikel empfehlen|Schrift  a /  A||

Witzenhausen. Das Ziel ist für die Grünen klar: Ab 2020 müssen die Werra und die Weser salzfrei sein. Darauf wollen auch die Mandatsträger der Öko-Partei in den Parlamenten der Anliegerländer und -landkreise dringen.

Sigrid

Sigrid

Darauf verständigten sich Grünen-Politiker aus Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen am Donnerstag auf einer Konferenz zur Werraverschmutzung. Die nordhessische Landtagsabgeordnete Sigrid Erfurth, die sich seit 2005 um die länderübergreifende Zusammenarbeit kümmert, hatte dazu wieder einmal nach Witzenhausen eingeladen.

Die Vertreter trafen sich in der Deula, um eine Bewertung der abschließenden Empfehlung des Runden Tisches Gewässerschutz vorzunehmen. Das Gremium hatte mit Abgabe der Empfehlungen Anfang Februar seine Arbeit zunächst abgeschlossen.

Der Runde Tisch habe „ganz gute Vorschläge unterbreitet“, kommentierte Sigrid Erfurth die Forderungen an den Konzern K+S nach vollständigem Stopp der Einleitung von Kaliabwasser in die Werra sowie der Verpressung von Lauge im Untergrund bis spätestens 2020.

Das Verpressen von Kaliabwasser wollen die Grünen wegen der Gefahr für das Trinkwasser aber schon spätestens Ende 2015 eingestellt wissen.

Außerdem betonen die Grünen die Forderung zum Bau einer Pipeline bis zur Nordsee, die spätestens 2020 zur Verfügung stehen müsse. Sollte es K+S anders hinbekommen, dass der Fluss dann salzfrei ist, soll es ihnen aber egal sein. Einen technischen Weg wolle man nicht vorgeben, allerdings müsse auch dieser umweltverträglich sein.

Die Grünen sehen die Fernleitung jedoch bislang auch als erforderlich dafür an, um das Problem der Abwässer von den Kalihalden zu lösen, ergänzt der niedersächsische Landtagsabgeordnete Christian Meyer (Hann. Münden).

So oder so in die Nordsee

Wer sagt, die Pipeline sei wegen Gefahren durch Kalilauge für die Nordsee Unsinn, müsse daran denken, dass das Abwasser sowieso ins Meer gelange, allerdings über Werra und Weser, gibt Erfurth zu Bedenken. Nur dass in diesem Fall noch 430 Kilometer Süßwasserfluss versalzen würden.

Diese lange Strecke wieder salzfrei zu bekommen, und zwar so schnell wie möglich, müsse das Ziel sein.

Dazu wollen die grünen Mandatsträger in ihren jeweiligen Parlamenten Druck machen, verabredeten sie am Donnerstag in Witzenhausen.

Von Stefan Forbert

zurück zur Übersicht: Witzenhausen

Schliessen

Artikel empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

Kommentare

Diese Seite bookmarken bei...
  • BlinkList
  • del.icio.us
  • Folkd
  • Furl
  • Google
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • oneview
  • Yahoo MyWeb
  • YiGG
  • Webnews

Videosaus Witzenhausen

300NL4S1XjS5KP6_4F0ZEKch-atXF0F1Sn55G2RvXiv3uw./static/common/img/group24/videohttp://www.hna.de/videos/4133147200125719885001window

FotostreckenWitzenhausen

zurück

vor

weitere Fotostrecken:

Meist gelesene Artikel

  • heute
  • 7 Tage
  • Meist kommentiert (7 Tage)
Rheuma-Reha ist neue Chance für Balzerborn Kliniken

Bad Sooden-Allendorf. Die Balzerborn Kliniken haben einen Belegungsvertrag mit der Deutschen Rentenversicherung (DRV Bund) für die Abteilung für Rheumatologie abgeschlossen.Mehr...

Von wegen neue Räume

Witzenhausen. „Ab Donnerstag, 1. März 2012, bezieht die DAK neue Räume.“ So steht es an der Tür zum DAK-Servicezentrum Witzenhausen an der Wickfeldtstraße. Doch das stimmt nicht. Ende dieses Monats macht die Krankenkasse DAK-Gesundheit ihre Außenstelle in Witzenhausen dicht.Mehr...

FWG empfiehlt erneut Fischer

Witzenhausen. Nun erneuert auch die Fraktion der Freien Wählergemeinschaft im Stadtparlament Witzenhausen ihre Empfehlung für die Bürgermeister-Stichwahl am Sonntag. Sie ruft wieder zur Wahl der amtierenden Rathaus-Chefin Angela Fischer (CDU) auf.Mehr...

NachrichtenSportVideosMagazinServiceAnzeigenHNA-KartenserviceMeine HNA

Artikel lizenziert durch © hna
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.hna.de