Kassel/Witzenhausen. Rund 5000 Einwendungen aus dem Bereich von Werra und Weser gibt es gegen den Plan von K + S, salzhaltige Abwässer aus dem Kalibergbau über eine Laugenleitung von Neuhof nach Philippsthal zu befördern und in die Werra abzuleiten.
Diese Zahl nannte das Kasseler Regierungspräsidium am Freitag. Die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren hatten von Thüringen bis Bremen in den Städten und Gemeinden entlang von Werra und Weser ausgelegen. Etwa 4600 Einwendungen erreichten den RP in Form von Unterschriftenlisten, die sich gegen die Einleitung von salzhaltigen Abwässern in die Werra wenden. Hinzu kommen 200 Einzeleinwendungen und 200 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange. Aussagen darüber, woher die Einwendungen stammen, konnte die Behörde noch keine machen: Es müssten zunächst alle Daten erfasst werden.
Das Land Thüringen hat mittlerweile Zustimmung zu dem Projekt signalisiert: Denn die zusätzliche Belastung werde nicht erheblich sein. Entgegen dem Antrag sollte aber nur eine befristete Genehmigung ausgesprochen werden. Mit dem Thema hat sich auch die Regionalversammlung Nordhessen (Hauptausschuss) befasst. Auf Vorschlag der SPD-Fraktion soll sich die Regionalversammlung zum Kalibergbau im hessisch-thüringischen Kalirevier in Heringen, Philippsthal und Neuhof bekennen. Der Industriezweig nehme seit Jahrzehnten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Die Versalzung der Werra müsse aber nachhaltig verringert werden. Von K + S erwarte man die zügige Umsetzung der von K + S eingegangenen Verpflichtungen zum Abbau der Umweltbelastungen.
Man begreife die Salzabwasserleitung Neuhof-Philippsthal als ersten Schritt zum Bau der Pipeline zur Nordsee, wie er vom Runden Tisch gefordert wird, sagte SPD-Sprecher Lothar Seeger (Bad Sooden-Allendorf). (wke)
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