Eschwege. Nach ersten Schätzungen 100.000 Euro Schaden entstand in der Nacht zum Samstag bei einem Brand an einer Reithalle in Eschwege. Wie die Polizei berichtet, hatte ein zufällig vorbeikommender Autofahrer gegen 2.35 Uhr das Feuer gesehen und gemeldet.
200 Großballen, 100 Kleinballen und 45 Großrundballen Stroh standen in Flammen. Auch der offene Unterstand, in dem das Stroh lag, war in Brand geraten. Zerstört wurden darüber hinaus ein Traktor und ein Anhänger im Unterstand. Die Feuerwehren aus Eschwege und fünf Ortsteilen waren nach Angaben von Stadtbrandinspektor Lothar John mit 75 Kräften im Einsatz.
Gegen 3.35 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Das THW holte mit einem Radlader Strohballen aus dem Unterstand, die auf einer angrenzenden Wiese abgelöscht wurden. Gegen 4 Uhr musste die Brückenstraße gesperrt werden, weil Schaulustige die Löschschläuche überfuhren und damit die Löscharbeiten behinderten. Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung wurde eine Leitung vom Werratalsee zur Brandstelle gelegt. Dazu musste erst in das etwa 30 cm dicke Eis ein Loch geschlagen werden. Probleme bereiteten, wie schon bei dem Brand in Großburschla vor einigen Tagen, die extrem niedrigen Temperaturen.
Das Löschwasser gefror teilweise schon auf dem Weg zur Brandstelle. Eine Schnelleinsatzgruppe des DRK versorgte die Einsatzkräfte mit warmen Getränken. Um 7 Uhr war der Einsatz beendet. Im September 2009 hatte war das Strohlager schon einmal niedergebrannt, berichtete John weiter. Danach wurde eine Brandschutzmauer errichtet, die jetzt verhinderte, dass die Flammen auf die Reithalle übergriffen. Der Brand wurde nach Angaben Johns möglicherweise vorsätzlich gelegt. Die Kriminalpolizei in Eschwege hat die Ermittlungen aufgenommen.



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