Werra-Meißner. In Nordhessen könnte es bald eine Gästekarte geben, mit der Urlauber umsonst öffentliche Verkehrsmittel und viele Freizeiteinrichtungen nutzen können. Die Grimm Heimat Nordhessen, eine Initiative der Regionalmanagement Nordhessen GmbH, möchte die Karte 2013 einführen.
Aber nur wenn genügend Hotels, Vermieter und Freizeiteinrichtungen das Projekt unterstützen, kann die Karte auch wirklich kommen.
Urlauber sollen die Karte kostenlos von allen Hotels und Pensionen erhalten, die das Projekt unterstützen. Die Hotels und Pensionen sollen dafür Geld in einen Fonds einzahlen. Aus diesem würde den Freizeiteinrichtungen ein Teil ihrer Einnahmen erstattet, wenn sie Karteninhabern freien Eintritt gewähren.
Obwohl Hotels die Karte bezahlen müssen und Freizeiteinrichtungen weniger Eintrittsgeld bekommen, soll sich die Gästekarte rechnen, sagt Ute Schulte von Regionalmanagement Nordhessen, die das Projekt betreut. Und zwar dadurch, dass das Angebot bis zu 10 Prozent mehr Touristen in die Region locken soll. Dafür wiederum müssten sich genug Hotels und Freizeiteinrichtungen auf das Projekt einlassen.
"Eine Machbarkeitsstudie hat ergeben, dass sich das Modell trägt, wenn 70 bis 75 Freizeiteinrichtungen und 150 Herbergen mitmachen", sagt Schulte. "Wir würden das Projekt unterstützen und dafür auf einen Teil des Eintrittsgeldes verzichten", sagt Wolfgang Ruske, Vorsitzender des Arbeitskreises Grenzinformation, der das Grenzmuseum Schifflersgrund betreibt. Er hofft, dass mit der Gästekarte mehr Besucher ins Grenzmuseum kommen. "Die Idee finden wir gut", sagt Elvira Surup, Geschäftsführerin des Erlebnisparks Ziegenhagen in Witzenhausen. "Allerdings muss an der Art der Umsetzung noch gefeilt werden, damit alle Beteiligten gleichermaßen davon profitieren können."
Mehr zu diesem Thema in der Dienstagsausgabe der HNA Witzenhäuser Allgemeine.



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