Witzenhausen. Hans Spinn hat mit seinen Wählern eine Stichwahl in Witzenhausen gesorgt. In dieser Analyse zur Bürgermeisterwahl waren sich Vertreter aller Parteien einig.
Dass SPD-Kandidat Michael Zimmermann die absolute Mehrheit verfehlte, lag nach Meinung von SPD-Parteichef Peter Schill aber auch an den Wählern der Grünen. Von denen habe er sich mehr erhofft.
„Es lag nicht nur an den Grünen“, sagte Tina Fibinger, Vorstandssprecherin der Partei gestern. Sie sieht mehrere Gründe. Einer seien „unglaublich viele Nichtwähler, die alle Parteien nicht mitgenommen haben“. Dabei lag die Wahlbeteiligung mit 56 Prozent 0,4 Punkte höher als vor sechs Jahren. Auch damals waren Angela Fischer und Michael Zimmermann in der Stichwahl aufeinander getroffen.
Tanja FibingerEs sei schwer, die wirklichen Gründe für das Ergebnis zu ermitteln, sagt Fibinger. „Das ist alles sehr spekulativ.“ Schills etwas vorschnelle Analyse am Wahlabend „nehmen wir ihm nicht übel“, sagt Fibinger. „Dafür haben wir ein zu gutes Verhältnis.“ Schill habe aus der ersten Enttäuschung heraus emotional reagiert. Sie sorge sich nicht um das Klima in der rot-grünen Koalition.
Dabei sollte auch die Strategie für die Stichwahl verabredet werden. Ziel dürfe nicht sein, nun Angela Fischer schlecht zu machen. Vielmehr müsse herausgestellt werden, wo Michael Zimmermann seine Stärken habe.
Womöglich sei manchem Anhänger nicht ganz klar geworden, warum die Grünen SPD-Kandidat Zimmermann unterstützen. Es gehe um andere Mehrheitsverhältnisse in Gremien wie dem Aufsichtsrat der Stadtwerke. Dort habe Fischer als Vorsitzende vieles blockiert. „Das müssen wir gegenüber unseren Anhängern deutlicher herausstellen“, sagte Fibinger.
Von Claas Michaelis
Mehr zu diesem Thema in der Dienstagsausgabe der HNA Witzenhäuser Allgemeine.



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