Bad Sooden-Allendorf. Ein klares Bekenntnis zum Erhalt der diakonischen Einrichtung Lichtenau e. V. haben Politik und Evangelische Kirche abgelegt.
Auf der Kreissynode des Kirchenkreises Witzenhausen am Samstag in Bad Sooden-Allendorf setzten sich sowohl Landrat Stefan Reuß (SPD) als auch die Dekanin des Kirchenkreises, Ulrike Laakmann, für ein Gesamtkonzept zur Rettung des mit rund 1100 Beschäftigten größten Arbeitgebers im Werra-Meißner-Kreis ein. Einstimmig verabschiedeten die Synodalen eine entsprechende Resolution.
Kirche und Politik reagierten damit auf Überlegungen, wegen finanzieller Probleme die Orthopädische Klinik mit rund 400 Beschäftigten aus dem Verein herauszulösen und als Fachklinik in die Gesundheitsholding Werra-Meißner mit den Akutkrankenhäusern Eschwege und Witzenhausen einzugliedern.
Das hatte bei den Mitarbeitern von Lichtenau e. V. große Sorge um ihre Arbeitsplätze ausgelöst. Die demonstrierten denn auch am Samstagvormittag vor dem Tagungsort der Synode im evangelischen Gemeindehaus in Allendorf. „Sie wollen uns verschenken, um von ihren Fehlern abzulenken“ oder „Wenn die Kirche mit ihrem Latein am Ende ist, fängt Gott mit seinem hoffentlich an“, war auf den Spruchbändern zu lesen.
In der Resolution bittet die Synode die Verantwortlichen, „bei zukünftigen Planungen an der Bedingung festzuhalten, dass der Verein Lichtenau e. V. und die von ihm betriebenen Einrichtungen weiter bestehen und ihre diakonisch profilierte Arbeit fortsetzen“. Bedauert werden in dem von Dekanin Laakmann vorgelegten Papier „entstandene Verunsicherungen um die Zukunft von Verein und Klinik“. Die Forderung der Synodalen: Sachliche Klärungen, konstruktive Auseinandersetzungen und die nötige Transparenz.
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