Werra-Meißner. Der alte Landrat ist auch der neue: Vier von fünf Wählern stimmten am Sonntag für den Amtsinhaber. Stefan Reuß (41/SPD) erhielt 78,2 Prozent. Auf seinen Herausforderer von der CDU, Magnus Schmagold (28), entfielen 21,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,9 Prozent.
Vor sechs Jahren, als Reuß erstmals als Landratsbewerber antrat, gingen noch 54,4 Prozent aller Stimmberechtigten zur Wahl. Damals errang der Sozialdemokrat bei zwei Gegenkandidaten im ersten Anlauf 56,9 Prozent. Dirk Landau (CDU) kam seinerzeit auf 36,6 Prozent, Sigrid Erfurth (Grüne) auf 6,5 Prozent.
Stefan Reuß erhielt am Sonntag in sieben der 16 Städte und Gemeinden deutlich über 80 Prozent, am stärksten war er in Weißenborn (85,2 Prozent) und Ringgau, auch in Witzenhausen und Großalmerode waren es mehr als vier von fünf Wählern, die das Kreuz hinter dem Amtsinhaber im Landgrafenschloss in Eschwege machten. Magnus Schmagold, wie Reuß in Witzenhausen ansässig, verbuchte in Eschwege (28,7 Prozent) und in Wanfried die besten Ergebnisse. Als Reuß mit Ehefrau Julia um 19.23 Uhr im Sitzungssaal des Kreisbauamtes in Eschwege eintraf, wo 80 Bürger – meist Kommunalpolitiker – die aus den Wahlbezirken einlaufenden Ergebnisse auf einer Leinwand verfolgten, brandete Beifall auf und hielt lange an.
Dann gratulierte als erster Lothar Quanz, der SPD-Kreistagsfraktions-Chef, dem glorreichen Sieger. Der gab sich überwältigt von einem, wie er sagte, „gigantischen Ergebnis, mit dem ich nicht gerechnet habe“. Schmagold gratulierte als fairer Verlierer. Schon Montagvormittag wolltel er wieder am Schreibtisch in seinem Büro im Taunus sitzen.
Mehr zu diesem Thema in der Montagsausgabe der HNA Witzenhäuser Allgemeine..



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