Hessisch Lichtenau. Lichtenau e.V. strebt mit seiner Orthopädischen Klinik eine festere Zusammenarbeit mit der Klinik-Holding des Werra-Meißner-Kreises an.
Das Kuratorium des Vereins habe das weitere Vorgehen mit „deutlicher Mehrheit“ festgelegt, sagte der Theologische Vorstand Carsten Leischow auf Anfrage. Ziel sei „eine regionale Lösung“ mit der Klinik-Holding. Ob und wie ein Zusammenschluss zustande kommt, soll verhandelt werden.
Über Einzelheiten wie eine finanzielle Beteiligung oder ein Tausch von Anteilen zu sprechen, sei zu früh, sagte Leischow. Es gebe „einige wenige Detailfragen“, die der Vorstand bis Ende April klären soll.
Eine Zusammenarbeit mit den Kreis-Kliniken würde die „gewachsene Konzern-Struktur“ von Lichtenau e.V. spürbar verändern. Die Auswirkungen auf den Verein, mit knapp 1100 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber im Kreis, sollen schnell geprüft werden, so Leischow. Dazu soll die Interimslösung in der Geschäftsführung der Orthopädischen Klinik bis Ende April verlängert werden.
Ursprünglich sollten Christoph Maier und Prof. Ulrich Vetter, die auch die Geschäfte der Klinik-Holding des Kreises führen, bis Ende Februar für Lichtenau e.V. tätig sein. Maier und Vetter hätten ein Konzept für die Weiterentwicklung des Klinikstandortes in Hessisch Lichtenau erarbeitet. Lichtenau e. V. habe um eine Verlängerung für den Einsatz der Geschäftsführer gebeten, sagte Landrat Stefan Reuß (SPD). Darüber müsse der Aufsichtsrat des Klinikums Werra-Meißner, dessen Vorsitzender Reuß ist, entscheiden.
Der Kreis habe das Interesse, dass Lichtenau e.V. mit Orthopädischer Klinik und den übrigen Einrichtungen „überlebensfähig“ bleibe. Reuß wollte nicht über Details einer Fusion spekulieren. Über die verschiedenen Möglichkeiten müsse nun verhandelt werden. Auch sei eine kartellrechtliche Prüfung nötig.
Von Claas Michaelis



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