2017.08.1017.08.10|Witzenhausen|2 Kommentare
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Bad Sooden-Allendorf. Das Ziel ist klar gesteckt: Das (Sport-)Internat soll mit möglichst vielen Schülern gefüllt werden und damit auch die Oberstufe am Gymnasium gesichert werden. Helfen soll dabei das neue Konzept, das von einem Sozialpädagogen ausgearbeitet worden ist und das neue Möglichkeiten bietet. Denn neben talentierten Sportlern sollen auch andere Schüler die Möglichkeit haben, das Internat zu besuchen.

Thomas Giese
Das Ziel wird sowohl von Bürgermeister Frank Hix (CDU) als auch vom Vorsitzenden des Jugend- und Sportausschusses Thomas Giese (SPD) angestrebt. In dem Ausschuss ging es um das Thema. Hix gab einen Sachstandsbericht und stellte kurz das pädagogische Konzept für den Betrieb vor, das vom Kreis mit kleinen Änderungen abgesegnet wurde und zur Erlangung der Betriebserlaubnis ausreicht.
Inhaltlich sollen die Betreuungsangebote erweitert werden, auch die Freizeit abdecken. So wird auch eine bessere Integration der Schüler in Vereine und das soziale Leben der Stadt angestrebt.
Zum Konzept und der Entstehung stellte die SPD Fragen im Ausschuss: So wollte man die Kosten wissen. Hix bezifferte diese auf 2000 Euro. „Gut angelegtes Geld für ein hervorragendes Konzept“, wie er auf Anfrage sagte. Auch hatten die Sozialdemokraten gehört, dass ein Gespräch im Sozialministerium nicht so positiv verlaufen wäre. Das verneinte Hix. Er verweist stattdessen auf eine „sehr positive Stellungnahme“ des nach seiner Aussage renommierten Sozialwissenschaftlers Prof. Michael Galuske von der Universität Kassel. Galuske bescheinigt dem Konzept, dass es alle notwendigen Aussagen zur Ausgestaltung und zu den strukturellen, materiellen wie personellen Bedingungen der pädagogischen Arbeit treffe.
Im Kern baut das Konzept auf eine Verknüpfung von Sport, schulischer Bildung und Persönlichkeitsentwicklung im herkömmlichen Schulalltag. Bisher war es vornehmlich auf die leistungssportliche und schulische Förderung ausgerichtet. Laut Galuske beinhalte das Konzept aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse wie diese: Schulischer Unterricht, angereichert mit sportlicher Betätigung verbessert das Lernvermögen deutlich. Galuske: „Das Konzept knüpft an aktuellste Strömungen der Bildungsreformdebatte an. Es ist auf der Höhe der Zeit positioniert.“
Die SPD will übrigens auch andere Trägerschaften für das Sportinternat prüfen lassen. Es müsse nicht unbedingt die Stadt als alleiniger Gesellschafter sein. Die Trägerschaft müsse mit Kreis, Land und Schule überlegt werden.
Von der Schule erhofft sich die Stadt nun Unterstützung im Umsetzen des Konzeptes. „Die Aufnahmebedingungen bleiben die Gleichen, und das Schulsportzentrum entscheidet weiter über Bewerbungen“, sagt Frank Hix.
Von Thomas Kopietz
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