Hessisch LIchtenau. Die Beschäftigten der diakonischen Einrichtung Lichtenau e.V. erwägen einen Gehaltsverzicht, aber nur wenn sie damit einen Beitrag zum Erhalt ihres Arbeitgebers in der jetzigen Form leisten können.
Das machte die Mitarbeitervertretung (MAV) in einem Gespräch mit der HNA deutlich.
Ein solches Angebot habe die MAV zum ersten Mal bereits vor etwa zwei Jahren unterbreitet, sagte deren Vorsitzender Thomas Steeger. Doch damals sei es von den Verantwortlichen in Vorstand und Verwaltungsrat nicht erwidert worden. Nun wolle die MAV ihr Angebot erneuern.
Allerdings stellen die Vertreter der Beschäftigten die Bedingung, dass der Konzern mit all seinen Einrichtungen erhalten bleibt. Dies habe Dr. Volker Knöppel, Vorsitzender des Verwaltungsrates und Vizepräsident der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck (EKKW), vor knapp zwei Jahren auch versichert. Zudem wollen die Mitarbeiter für die Restrukturierung von Lichtenau e.V. einen externen Berater engagieren, der von der MAV bestimmt wird.
Damit spricht sich die MAV gegen Pläne aus, die Orthopädische Klinik aus dem Verbund herauszulösen und mit dem Klinikum Werra-Meißner zu fusionieren. Dafür hatte sich das Kuratorium ausgesprochen. Zahlreiche Mitarbeiter haben ihre Bedenken in einem Brief an Knöppel zum Ausdruck gebracht.
Für diese Skepsis habe er Verständnis, sagte Knöppel auf Anfrage. Dennoch wolle er den eingeschlagenen Weg weitergehen. Über die nächsten Schritte zum Zusammenschluss mit dem Klinikum Werra-Meißner soll am Mittwoch, 15. Februar bei einer Mitarbeiterversammlung informiert werden.
Vorher wollen die Mitarbeiter dagegen demonstrieren. Für heute ruft eine Interessensgemeinschaft zu einem Fackelzug auf. Start ist um 17 Uhr am Sportplatz an der Heinrichstraße in Hessisch Lichtenau.



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