Ermschwerd / Gertenbach. In den einst roten Hochburgen Ermschwerd und Gertenbach hat SPD-Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel am Wochenende für Bürgermeisterkandidat Michael Zimmermann geworben. Beim Bürgergespräch im gut besuchten Mehrgenerationenhaus im Ermschwerder Schloss rührten sowohl Schäfer-Gümbel als auch der gerade wieder gewählte Landrat Stefan Reuß die Werbetrommel für ihren Parteifreund.
Im ersten Wahlgang hatte Amtsinhaberin Angela Fischer (CDU) in den beiden Ortsteilen höhere Zustimmungswerte erhalten. Das hatte sogar bei der CDU für Verwunderung gesorgt.
In einer engagierten Rede erläuterte Zimmermann selbst noch einmal seine Ziele. „Vor sechs Jahren lag Frau Fischer noch mit 1100 Stimmen vorne, diesmal sind es nur 287“, zeigte er sich hochmotiviert, den knappen Rückstand noch aufholen zu wollen. Zimmermann betonte, dass Witzenhausen im Falle seiner Wahl nicht unter den kommunalen Schutzschirm des Landes schlüpfen werde. Zudem stehe das rot-grüne Bündnis für den Erhalt örtlicher Strukturen und damit auch der Ortsfeuerwehren.
Schäfer-Gümbel hatte zuvor den Dorfladen in Gertenbach besucht. Dort ließ er sich von Matthäus Mihm, dem Vorsitzenden des Betreibervereins Aufwind, das Konzept erklären. In Ermschwerd schwor er dann die mehr als 100 Anwesenden auf die Stichwahl ein. Zimmermann bezeichnete er als „Problemlöser“. Über das Ergebnis des ersten Wahlgangs in Witzenhausen habe er sich gefreut, sagte Schäfer-Gümbel. „Wenn eine Bürgermeisterin nach ihrer ersten Amtszeit nicht direkt wieder gewählt wird, dann ist das ein Zeichen dafür, dass einiges schief gelaufen ist.“
Es sei wichtig, einen Bürgermeister zu haben, der Pläne zusammen mit Bürgern entwickelt, nicht über deren Köpfe hinweg, sagte Schäfer-Gümbel. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass es in einer Woche gut wird und dass die nächsten sechs Jahre für Witzenhausen erfolgreich sein werden.“ (per)



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