Ab sofort kann in Witzenhausen auch mit einem Mobiltelefon bezahlt werden

Parkscheine per SMS

128.04.1028.04.10|Witzenhausen|1 Kommentar
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Witzenhausen. Der Einkaufswagen ist voll, die Schlange an den Supermarktkassen lang. Das Parkticket für das abgestellte Auto jedoch bald abgelaufen. Ein Knöllchen riskieren oder schnell zum Wagen rennen? Nichts von alledem. In Witzenhausen können Parkscheine ab sofort per SMS gelöst und verlängert werden.

Stellen das mobile Bezahlsystem fürs Parken vor: Von links Silja Theiler, Susanne Dreise und Helmut Völkl vom Entwickler Sunhill Technologies, daneben Michael Zimmermann und Kurt Rauchhaus von der Stadt Witzenhausen. Foto: Moriße

Stellen das mobile Bezahlsystem fürs Parken vor: Von links Silja Theiler, Susanne Dreise und Helmut Völkl vom Entwickler Sunhill Technologies, daneben Michael Zimmermann und Kurt Rauchhaus von der Stadt Witzenhausen. Foto: Moriße

Autofahrer, die ihren Wagen in einem der drei ausgewiesenen gebührenpflichtigen Zonen in der Stadt parken, müssen nicht mehr zum Automaten gehen und Kleingeld abzählen.

Stattdessen tippen sie ihr Kfz-Kennzeichen mit der gewünschten Parkdauer in ihr Handy, schicken die SMS an eine von drei möglichen Nummern (siehe Hintergrund) und erhalten eine Bestätigungsnachricht zurück. Kurz bevor das Ticket abläuft, kommt eine weitere Nachricht. Wer möchte, kann vom Supermarkt, dem Cafe oder aus dem Arzt-Wartezimmer die Parkdauer verlängern, ohne zurück zum Auto hechten zu müssen.

Mobiler Service

Seit gestern weisen Schilder an den Automaten auf den neuen mobilen Service hin. „Für die Stadt und die Bürger entstehen keine zusätzlichen Kosten“, sagt Bürgermeisterin Angela Fischer. Es handele sich um ein Serviceangebot, das man nutzen könne, aber nicht müsse.

Entwickelt hat „SMS&Park“ die Firma Sunhill Technologies aus Erlangen. 25 Städte sind laut Vertriebsleiter Helmut Völkl bereits mit dem System ausgestattet, darunter Kassel und Hann.Münden. Weitere 17 befinden sich in der Test- und Startphase. „Für unser System muss sich niemand registrieren“, sagt Völkl. Es würden keine Daten erhoben. Zudem sei die Nutzung über jedes Handy und jeden Anbieter möglich. Die Gebühr werde dann über die Handyrechnung oder das Prepaid-Guthaben abgerechnet.

Ein Papierschein für die Windschutzscheibe ist fürs SMS-Ticket nicht mehr nötig. Kontrolleure gleichen mittels Lesegerät eine Datenbank ab, ob die Parkgebühr per Kurzmitteilung bezahlt worden ist.

„Das mobile Parkticket soll den Automaten nicht ersetzen, sondern ergänzen“, betont Helmut Völkl. Sollten es genügend Menschen nutzen, könnte man aber über weitere Schritte nachdenken. Möglich wäre es, dass die Stadt jeder Bestätigungsnachricht Informationen über zeitnahe Veranstaltungen oder allgemeine Informationen anhängt.

Um die Einführung des mobilen Parksystems zu erleichtern, waren gestern Mitarbeiter der Firma im Einsatz und erklärten die Vorgehensweise. Im Mai werden sie an weiteren drei Tagen Autoparkern helfen – erkennbar an den gelb leuchtenden Westen und den Handys in den Händen.

Von Stefan Morisse

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