Eschwege. Die Polizei hat am Montag vier Schüler der Brüder-Grimm-Schule in Eschwege vernommen, die in Verdacht stehen, an den schweren Verwüstungen der Stadthalle beteiligt gewesen zu sein.
Beamte hatten die vier Jugendlichen im Alter von 15 und 16 Jahren, die aus Eschwege und der Gemeinde Meißner stammen, am Montag aus dem Unterricht geholt und zur Vernehmung gebracht. Die Schulleitung war darüber im Vorfeld informiert. „Wir warten jetzt auf den Ausgang der Ermittlungen, denn daraus folgen gegebenenfalls schulrechtliche Konsequenzen“, sagte Schulleiter Harald Krones.
Zwischen dem Frühjahr und dem Open-Flair-Festival im August war die Stadthalle immer wieder Ziel schlimmster Zerstörungswut gewesen. In das im Frühjahr schon im Umbau befindliche Gebäude waren unbekannte Täter eingebrochen und hatten dort nächtliche Orgien der Verwüstung stattfinden lassen. Den Gesamtschaden beziffert die Stadt auf 60 000 Euro.
Bei ihren Vandalismus-Touren zerschlugen die Täter unter anderem die Plexiglaskuppel des Daches, zerschmissen Fenster, demolierten teure Bühnentechnik und warfen in einem Fall ein Bett durch ein Fenster, das sie zuvor aus der Verankerung gerissen hatten. Im Mai waren die Täter der Polizei nur haarscharf entwischt, obwohl die Polizei das Gebäude schon umstellt hatte. Nach der letzten schweren Verwüstungsorgie Mitte August hatte die Stadt eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der Täter führen.
Da die verschiedenen Einbrüche immer wieder eine ähnliche Handschrift trugen, ging die Polizei schon damals davon aus, dass es sich um identische Täter aus dem Raum Eschwege und Umgebung handelt. (salz/wr)



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