Bad Sooden-Allendorf. "Es war richtig, mal etwas neues zu wagen." Diese Bilanz zieht Bad Sooden-Allendorfs Bürgermeister Frank Hix 14 Monate, nachdem das Sportinternat seine Betriebserlaubnis erhalten hat. Von den 24 Plätzen sind seit neuestem zwölf besetzt.
Nach drei Jahren, so lauten Prognosen, erreiche man erstmals eine Vollbelegung. Das könnte schon vorher klappen, glaubt Internatsleiter Ralf Gedeck. Seinen Optimismus bezieht er aus den zahlreichen Anfragen, die die Einrichtung seit einiger Zeit erreichen. Mit dem zusätzlichen Angebot, neben Leichtathleten und Basketballern nun auch Tennissportler zu fördern, wurde offenbar eine Marktlücke geschlossen.
"Wir sind eines von ganz wenigen Sportinternaten in Deutschland, die Tennis anbieten", sagt Hix, der auch Geschäftsführer des Sportinternats ist. Nun beginne die Idee Früchte zu tragen.
Ende vergangenen Jahres zog der erste Tennisspieler im Internat ein, vor zehn Tagen kam der zweite. Zum Beginn des neuen Schuljahres im August erhoffen sich die Verantwortlichen weitere Schüler.
Mit einem ganzheitlichen Konzept setzt das Badestädter Internat ein Zeichen, soll es dieses duale System so sonst noch nicht in Deutschland geben. Der Schulsportclub Bad Sooden-Allendorf (SSC) kümmert sich um Fitness, Kondition und Koordination, der Tennisverein um Spieltechnik und Taktik. Die Tennisschüler können jede Woche mit einem Trainer mit A-Lizenz des Deutschen Tennisbundes (DTB) und mit einem DTB-B-Trainer jeweils zwei Stunden trainieren.
Dafür müssen die Eltern 400 Euro extra pro Monat berappen. 725 Euro kosten Unterbringung und Verpflegung sowie Rundumbetreuung durch Fachpersonal.
Die Zusatzkosten sind noch günstig. Möglich wird dies durch das Tennis-Leistungszentrum, das der Tennisclub Bad Sooden-Allendorf und der TC 51 Eschwege gegründet hat. Gemeinsam mit dem Internat, der Rhenanus-Schule und der Badestadt werden nordhessische Tennistalente mit ambitionierten Internatsschülern in Verbindung gebracht.
Die Internatsschüler sollen aufgebaut und in den beiden Tennisvereinen integriert werden. "Sie müssen auch eine Perspektive hier haben", sagt Helmut Franke, der Vorsitzende des Badestädter Clubs. Dessen Jugendmannschaften spielen in der Bezirksoberliga mit Blick in die nächsthöhere Klasse. Und die erste Mannschaft des TC 51 ist in der Verbandsliga aktiv. Damit seien Herausforderungen für die Internatsschüler gegeben, meint Franke.
Die Werbung für das Sportinternat läuft nach Ansicht von Hix und Gedeck auch gut: "Wir haben eine neue Homepage." Vieles laufe heutzutage über die elektronischen Medien. Unter dem Stichwort "Sportinternat" steht die Badestädter Einrichtung bei einer bekannten Suchmaschine übrigens an erster Stelle. (sff)
www.sportinternat-bsa.de



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