Studie ergründet Nahwärmechancen

Leuchtturmprojekt zwischen Deula und Rathaus

Studie ergründet Nahwärmechancen

023.03.1023.03.10|WitzenhausenFacebook
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Witzenhausen. In einer Studie lässt die Stadt Witzenhausen die Chancen für eine Nahwärmeinsel Steinstraße, die vom Rathaus bis zur Deula reicht, erkunden. Bürgermeisterin Angela Fischer stellte das Projekt gestern mit Vertretern der beauftragten Unternehmen und der potenziellen Großabnehmer vor.

Noch sind es nur Abwasserleitungen und keine Rohre für Fernwärme: von links Thomas Raussen, Witzenhausen-Institut, Peter Brengel, Leiter des Eigenbetriebs Gebäudemanagement des Werra-Meißner-Kreises, Stadtwerke-Chef Thomas Meil, Bürgermeisterin Angela Fischer, Dr. Christian Hülsebusch vom Ditsl, HeRo-Geschäftsführerin Elisabeth Apel und Erster Kreisbeigeordneter Henry Thiele auf der Baustelle Steinstraße. Foto: stk

Noch sind es nur Abwasserleitungen und keine Rohre für Fernwärme: von links Thomas Raussen, Witzenhausen-Institut, Peter Brengel, Leiter des Eigenbetriebs Gebäudemanagement des Werra-Meißner-Kreises, Stadtwerke-Chef Thomas Meil, Bürgermeisterin Angela Fischer, Dr. Christian Hülsebusch vom Ditsl, HeRo-Geschäftsführerin Elisabeth Apel und Erster Kreisbeigeordneter Henry Thiele auf der Baustelle Steinstraße. Foto: stk

Zuvor schon lassen die Stadtwerke in einer eigenen Untersuchung ermitteln, inwieweit die privaten Hauseigentümer an der Steinstraße an der Nahwärmeversorgung interessiert sind. Wenn das Interesse ausreicht, werden beim Ausbau der Straße, der gerade begonnen hat, die nötigen Rohre verlegt. „Wenn wir es jetzt nicht machen, ist es für zehn Jahre perdu“, sagte Stadtwerkechef Thomas Meil.

Der Bereich um die Steinstraße ist deshalb so interessant, da es hier große Wärmeabnehmer auf kleinem Raum gibt. Das reicht vom Rathaus über das Krankenhaus, die Liegenschaften des Ditsl, die meist an die Uni vermietet sind bis zur Steintor- und zur Kesperschule. Thomas Raussen vom Witzenhausen-Institut wies darauf hin, dass es an der Steinstraße schon seit 15 Jahren ein kleines Nahwärmenetz gibt, das von einem Blockheizkraftwerk gespeist wird. Jetzt gelte es zu ermitteln, wie man mehr Nutzer gewinnen und diesen Wärme zu einem attraktiven Preis bereitstellen kann.

Peter Brengel, Leiter des Gebäudemanagements des Werra-Meißner-Kreises, betonte, dass die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens gegeben sein müsse. Dabei werde man aber auch künftige Preissteigerungen bei den fossilen Brennstoffen berücksichtigen. Erster Kreisbeigeordneter Henry Thiele sagte, dass das Vorhaben ins Konzept des Kreises zur Nutzung erneuerbarer Energien passe. Genauso sieht es Bürgermeisterin Angela Fischer. Es gebe einen Auftrag der Stadtverordneten zur Nutzung regenerativer Energien.

Elisabeth Apel, Geschäftsführerin von Hessen-Rohstoffe, sieht in der Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen für die Energieerzeugung nicht nur einen Beitrag zur Rohstoff- und Umweltschonung. Wenn die nachwachsenden Rohstoffe in der Region angebaut, verarbeitet und verwertet würden, dann schaffe das auch Arbeitsplätze und sorge dafür, dass Geld in der Region bleibt. (stk)

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