121.05.1021.05.10|Witzenhausen|
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Witzenhausen. Vor 20 Jahren , am 26. Mai 1990, wurde die Halle-Kasseler Eisenbahn zwischen Eichenberg und Arenshausen wieder in Betrieb genommen.
Neben der erneuerten ehemaligen Transitstrecke Bebra-Eisenach ist dies nach Angaben des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) die einzige Bahnverbindung, die aus Hessen über die ehemalige innerdeutsche Grenze führt. Der VCD bedauert in einer Stellungnahme zum Jahrestag, dass der Ausbau nur halbherzig erfolgt sei. Bis heute werde die ansonsten durchweg eingleisige Strecke nur auf einem Gleis in den Bahnhof Eichenberg geführt.
Auf längere Abschnitten in Thüringen seien Signal-und Bahntechnik auf 100 km/h beschränkt. Das entspreche nicht den Anforderungen an einen modernen öffentlichen Persoenenvekehr auf der Schiene, sagte Landesgschäftsführer Martin Mützel. Im Taumel der Wiedervereinigung sei von einer Fernverkehrsstrecke die Rede gewesen, tatsächlich verkehrt die Regionalbahn nur bis Halle. Die Strecke Kassel-Halle wurde nach Angaben des VCD für 268 Millionen Euro ausgebaut. Im Vergleich zur parallel neu gebauten Autoabahn 38 mit 1,6 Milliarden Mark sei dies ein Schnäppchen. „Hätte man der Bahn Priorität eingeräumt, wären Menschen, Umwelt und Steuerzahler besser weggegekommen“, heißt es in einer Erklärung. (wke)
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