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Nach Großbrand in Germerode: "Wir hatten viel Glück"

Feuerwehr verhinderte Übergreifen des Feuers auf Wohnhaus in Germerode rechtzeitig

Nach Großbrand in Germerode: "Wir hatten viel Glück"

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Germerode. Andrea Oehler steht auf einem Lkw-Hänger im elterlichen Hof, sie hebt Kisten nach unten, sortiert unter den Resten, die das Feuer verschont hat. Bettfedern und Schneeflocken wirbeln durch die Luft, über allem liegt beißender Qualm.

© Freiwillige Feuerwehr Eschwege / nh

In Flammen: Die Scheune des Bauernhofes direkt am Wohnhaus brannte lichterloh.

„Mir ist klar, dass wir ganz viel Glück gehabt haben“, sagte die Mutter zweier drei und sieben Jahre alten Töchter.

Das jüngere Kind hatte die Eltern zufällig nachts geweckt, die dadurch die lichterloh brennende Scheune entdeckten. „Ich bin sehr geschockt“, sagt Andrea Oehler. „Das ist mein Zuhause, ich bin hier aufgewachsen.“

Bilder vom Einsatz der Feuerwehr

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Sämtliche Feuerwehren aus den Gemeinden Meißner, Wehretal, Eschwege und Bad Sooden-Allendorf waren mit rund 150 Leuten im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Rechtzeitig konnte die Brandschützer ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus verhindern, das nur durch eine Brandmauer von der Scheune getrennt war. Gegen 4.30 Uhr habe man das Feuer unter Kontrolle gehabt, sagte Gemeindebrandinspektor Manfred Felmeden.

Für 50 Hühner und zwei Schweine kam jedoch jede Hilfe zu spät. 20 Rinder konnten noch rechtzeitig aus dem brennenden Stall gerettet werden. In den Scheunen, die bis auf die Mauern niederbrannten, waren unter anderem 25 Tonnen Düngemittel eingelagert sowie große Mengen an Stroh, Weizen und Hafer. Ein Traktor und weiteres landwirtschaftliches Gerät verbrannte vollständig. Die Polizei bezifferte den Schaden zunächst auf 300 000 Euro. „Es ist eine Katastrophe“, sagte Christian Gölitz, der den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern mit 50 Hektar bewirtschaftet und führt.

Zur Brandursache ermittelt das Landeskriminalamt. „Möglicherweise hat ein technischer Defekt den Brand ausgelöst“, vermutet Felmeden.

Noch am Dienstagvormittag lag über dem gesamten Dorf beißender Rauchgeruch. Aus den skelettartigen Trümmern stieg dicker Qualm auf, der immer wieder mit Wasser unterdrückt werden musste. Die Familie, Freunde und Nachbarn versuchten, was die Flammen übrig gelassen hatten, zu sortieren und in einem anderen Nebengebäude des Hofes unterzubringen. (salz/wr)

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