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Kassel Aibotix hat intelligentes Flugobjekt mit Kamera entwickelt

Fliegendes Auge aus Kassel: Intelligentes Flugobjekt mit Kamera von Aibotix

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Kassel. Knapp fünf Kilo wiegt Aibot. Karbon macht das Flugobjekt, das mit sechs Propellern, Akkus und Kamera bestückt ist, derart leicht. Es ist das erste Produkt der Kasseler Aibotix GmbH, die Anfang des Jahres gegründet wurde.

Der Aibot.

Video: So fliegt Aibot über den Herkules

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Geschäftsführer und einer der vier Gründer ist Jörg Lamprecht (41). Aibotix erfüllt zwar alle Kriterien eines Start-up-Unternehmens, Lamprecht ist aber schon lange im Geschäft. Mittlerweile ist es das vierte Unternehmen, das der Diplom-Mathematiker seit 1996 in Kassel aufgebaut hat oder an dessen Spitze er stand: Only Solutions, die zur Cobion AG firmierte, Internet Security Systems (Vizepräsident für Zentraleuro- pa) und die Qitera GmbH. Alle Firmen hat er für Millionen verkauft. „Schlechte Firmen kann man nicht verkaufen“, sagt er. Insgesamt 52 Millionen Euro teilten sich die Gründer – meist vier-köpfige Teams – mit dem Finanzamt.

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Bislang konnte es sich Lamprecht, der zum zweiten Mal Vater wird und mit seiner Lebensgefährtin in Kassel lebt, nicht vorstellen, 20 Jahre in einer Firma an einem Produkt zu arbeiten. Mit Aibotix könnte sich die Strategie des Schachspielers Lambrecht ändern: „Es bietet so viele Möglichkeiten, dass ich nicht sagen kann, wie es sich entwickelt.“

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Luftaufnahmen, Filme für Werbung und Sport, Inspektionen, Überblicksaufnahmen bei Katastrophen, Überwachung – etwa für Industrie, Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste, Bergwacht und Nachrichtensender. Denn die intelligente Helikopter-Konstruktion filmt, sucht, misst und scannt an Orten, an die man mit dem Hubschrauber hin möchte, der Einsatz aber nicht möglich oder zu teuer ist, sagt Lamprecht, der in seiner Freizeit selbst fliegt.

Zum Vergleich: Eine Helikopter-Stunde mit Besatzung zum Fliegen und Filmen kostet 2500 Euro, Aibot-X6 steigt für einen Euro pro Stunde auf. Der Preis pro Gerät liegt allerdings bei 35 000 Euro.

Gegenüber der Konkurrenz hat Aibot laut Lamprecht mehrere Alleinstellungsmerkmale: einfache Bedienbarkeit mit Kollisionserkennung und -vermeidung, frei programmierbare Flüge und vielfältige Bildanalyseverfahren zum Erkennen von Prüfkriterien. Dabei sind Kamera, Scanner, Radar oder Messgerät so befestigt, dass sie während des Flugs nicht vibrieren.

Momentan setzen die Macher noch auf eine Fernsteuerung, vergleichbar der eines Modell-Flugzeug. Künftig soll aber intuitiv per Tablet-PC oder Smartphone gesteuert werden. Vereinfacht gesagt, werden diese Kleinstrechner zu Steuerrädern. Fliegen lässt sich Aibot auch per Spezialbrille. Das heißt: Der Nutzer fixiert das Objekt und Aibot steuert es an.

Das Gründerteam besteht neben Lambrecht, aus Carsten Werner (Forschung und Entwicklung), Uwe Chalas (Konstruktion) und Uwe Kleinkauf als stillem Beteiligtem. 600 000 Euro haben die vier, die sich aus der Zeit bei Cobion kennen, zu gleichen Teilen investiert. Gefördert wird das Start-up nicht. Werner und Lambrecht verzichten auf Gehalt. Bislang beschäftigt Aibot acht Mitarbeiter.

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