Vertrag mit Bastei Lübbe

Amazon: Einigung im E-Book-Streit

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Amazon-Chef Jeff Bezos mit dem konzerneigenen E-Book-Reader Kindle.

Köln - Der Online-Händler Amazon hat im Streit um das Geschäft mit digitalen Büchern in Deutschland eine Einigung mit dem Verlag Bastei Lübbe erzielt.

Es sei ein langfristiger Vertrag über den Vertrieb von E-Books in Deutschland und in internationalen Märkten abgeschlossen worden, teilte Bastei Lübbe am Montag mit. Das eröffne dem Verlag einen Zugang zu Lesern elektronischer Bücher in mehr als 200 Ländern.

Bastei Lübbe machte keine Angaben zu den Konditionen des Vertrags. Nach bisherigen Informationen aus der Branche drehte sich der Streit um die Rabatte, die Amazon als Verkäufer der Bücher bekommt. Demnach wollte der Online-Händler den Abschlag von 50 Prozent auf den Einzelhandelspreis, den er bei gedruckten Büchern erhält, auch auf E-Books übertragen. In der Verlagsbranche traf das dem Vernehmen nach jedoch auf vehementen Widerstand - mit der Begründung, dass die Gewinnspanne bei digitalen Büchern deutlich geringer sei. Ein Kompromissvorschlag von Amazon soll bei 40 Prozent gelegen haben.

Neben Bastei Lübbe stritt Amazon auch mit der Verlagsgruppe Bonnier (darunter Ullstein, Carlsen). Während der Verhandlungen fielen zeitweise umgewöhnlich lange Lieferzeiten bei gedruckten Büchern der Bonnier-Verlage auf.

E-Book-Flatrate geplant

Amazon plant für Deutschland die Einführung einer Flatrate für E-Books. In den USA gibt es sie schon, dort verlangt der Konzern von den Usern 9,99 Dollar pro Monat. Der Start von "Kindle Unlimited" soll Medienberichten zufolge zur Frankfurter Buchmesse erfolgen, die am 8. Oktober beginnt.

dpa/hn

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