Zwei Opfer in Irland

Bier-Nominierung: Neuer Facebook-Trend forderte erste Todesopfer

Es ist ein Internet-Trend, der sich auch in Deutschland ausbreitet: Junge Menschen verschicken über Facebook und Youtube Nominierungen an Freunde, in denen diese aufgefordert werden, ein Bier auf ex zu trinken. Dass dieser Spaß tödliche Konsequenzen haben kann, zeigen jetzt zwei Fälle aus Irland.

Dort sind zwei Männer gestorben, als sie ihre Nominierungs-Aufgaben erfüllten.

Die Regeln für diesen fragwürdigen Trend, der im englischen als „Neck and Nominate“ (wegkippen und nominieren) bekannt ist, sind recht einfach: Wenn man eine Bier-Nominierung erhält, hat man 24 Stunden Zeit um diese umzusetzen. Meist besteht die Herausforderung darin, einen halben Liter Bier auf ex auszutrinken. Zum Beweis muss man sich dabei filmen und das Video online stellen. Wurde die Herausforderung bestanden, darf man selbst drei neue Nominierungen aussprechend. Scheitert man an der Aufgabe, besteht die Bestrafung meist darin, dem Herausforderer einen Kasten Bier zu spendieren.

Das Gefährliche an den Nominierungen ist aber nicht in erster Linie das Auf-Ex-Trinken, sondern wie und wo die Aufgabe erfüllt wird. Denn es geht auch darum, die Aufgabe besonders lustig zu meistern. Es gibt unter anderem ein Video im Netz, in dem ein Nominierter sich beim Surfen filmt, während er eine Flasche Bier austrinkt. In einem anderen Clip ist auf Youtube zu sehen, wie ein Skateboarder mit einem Bier in der Hand einen Berg hinunterfährt.

Dieser Trend zur waghalsigen Darstellung der Bier-Herausforderung kann aber dramatische Folgen haben, wie zwei Fälle aus Irland zeigen. Dort sollen nach Informationen irischer Medien zwei junge Leute bei ihren Herausforderungen gestorben sein. Wie der "Focus" berichtete wurde ein 22-Jähriger in Dublin nach einer Trink-Herausforderung tot in seinem Haus aufgefunden. Ein 19-Jähriger soll nach dem Erfüllen seiner Trink-Aufgabe in einen Fluss gesprungen sein, wobei er von Freunden gefilmt wurde. Dabei sei er ertrunken. 

Auf der deutschsprachigen Facebook-Seite „Biernominierung“ rufen die Betreiber die Nutzer zur Vorsicht auf: „Biernominierungen sollen lustig sein und bleiben.“ Man solle sich aber nicht in Gefahr bringen. Die deutsche Facebook-Seite existiert erst seit dem 30. Januar dieses Jahres, hat aber schon fast 1500 Mitglieder.

Von Benjamin Kling

Rubriklistenbild: © dpa

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