Ploppe lieber ungewöhnlich

Bier-Öffner Dave wird zum Internet-Star

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Auch mit einer Ukulele kann man ein Bier öffnen. Dave zeigt auf seinem Youtube-Kanal, wie es geht.

 Werdau - Ob mit Ukulele, Kettensäge oder Melonen - David Klotz aus Westsachsen testet auf YouTube ungewöhnliche Mittel, um Bierflaschen zu öffnen. Seine Fangemeinde wächst zusehends.

Wer David Klotz fragt, ob er Bier im Haus hat, bekommt diese Antwort: „Es passieren leider viele schlimme Dinge auf der Welt. Dass mir aber das Bier ausgeht, gehört nicht dazu.“ Klotz, der sich im Internet Dave nennt, hat sich auf der Internetplattform YouTube einen Namen gemacht. Vor allem, seitdem er mit Thomas Gottschalk und Günther Jauch für eine RTL-Show vor der Kamera stand. Der bekennende Bierfreund hat gut 50 Episoden der Reihe „Bier öffnen mit Dave“ produziert. In den Filmchen zeigt er viele kreative Wege, um Bierflaschen aufzuhebeln - natürlich ohne Öffner.

„Ich bin Dave und das hier ist Bier“, so beginnt der 31-Jährige die meisten seiner YouTube-Episoden. Den Flaschen rückt David Klotz mit den unterschiedlichsten Dingen zu Leibe: Er hebelt sie mit Kettensäge, Nussknacker oder Ukulele auf, wirft mit Melonen und Äpfeln nach ihnen, nutzt Handtücher oder CDs. Meist mit Erfolg: Mit einem lauten „Plopp“ fliegt der Kronkorken davon.

Viele der mehrminütigen Filme sind auf der Dachterrasse seiner Wohnung in Werdau entstanden, einer Kleinstadt im Westen von Sachsen. Neben Blumenkästen stehen hier ein großer Grill und zwei Kästen Bier - zu Übungszwecken für seine Videos natürlich, sagt Klotz. Zu Hause wie in seinen Videos zeigt er sich sportlich: Barfuß, T-Shirt, kurze Hosen und modischer Kinnbart.

Die meisten Videos entstehen als One-Man-Show, während die Kamera auf einem Stativ steht. Oft bleibt David Klotz auch nichts anderes übrig: Er zeigt ein Video, in dem er auf der Terrasse für einen „Feuertanz“ um den Grill herumspringt. „Das war meiner Freundin so peinlich, dass ich dann mit Grill und Holzkohle allein hier stand.“

Was witzig und spontan aussieht, ist sorgfältig geplant: Für viele Episoden schreibt Klotz Skripte, malt Szenenbilder. Der Hobbyfilmer dreht die Szenen oft wieder und wieder, bis er zufrieden ist. Vor allem an seiner Aussprache arbeitet der gebürtige Werdauer - es soll nicht allzu sächsisch klingen. „Auch, wenn es natürlich immer noch authentisch sein soll.“

Für Klotz, der als Einrichter von Schleifmaschinen arbeitet, ist Filmen eine Leidenschaft. Zwei bis drei Tage dauert es, bis die Filme kunstvoll geschnitten und mit Musik unterlegt sind. „Zu Hause öffne ich selten mein Bier mit einem Öffner, sondern mit allem, was sich gerade anbietet.“ Irgendwann kam der Gedanke, daraus Kurzfilme zu machen.

Seitdem Klotz vor gut zwei Jahren die ersten Videos hochgeladen hat, gab es rund 300 000 Aufrufe. Pro Monat klicken zwischen 10 000 und 15 000 Menschen auf die YouTube-Filme „Bier öffnen mit Dave“. In erster Linie geht es dem 31-Jährigen nicht um Erfolge und Klickzahlen: „Ich will einfach unterhalten und selbst Spaß haben.“

Im März war er im Fernsehen in einer Spielshow zu sehen, in der „Dave“ in 90 Minuten 551 Bierflaschen mit einem Handtuch öffnete. Dass ihm die Ideen eines Tages ausgehen, davor hat er keine Angst - zumal er sich vor Vorschlägen von Freunden und der Netzgemeinde kaum retten kann. Lediglich der eigene Körper oder Tiere sind zum Öffnen tabu, betont er. Seine neueste Idee: Bier öffnen mit Laube. Ein Nachbar will seine Gartenlaube abreißen, das will er nutzen. „Es wird weitergehen, soviel ist sicher.“

dpa

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