So funktioniert sie

Wirbel um Sex-App bei Facebook

Ein Screenshot der Webseite

München - Auf diese neue Facebook-App hat so mancher gewartet: Mit ihr kann man angeblich schnell und anonym einen Partner für ein schnelles Sex-Abenteuer finden. Doch stimmt das auch?

Es muss nicht immer die große Liebe sein - viele Menschen stehen auf unverbindliche Abenteuer mit dem anderen Geschlecht. Doch einen gleichgesinnten Partner zu finden, das ist im wahren Leben nicht immer so leicht. Wer nicht taktisch klug vorgeht oder bereit ist, einen Reinfall zu riskieren, landet am Ende des Abends oft alleine im Bett. Das hat jetzt ein Ende. Dank Facebook finden jetzt Männlein und Weiblein zusammen, die nichts anderes als einen One-Night-Stand suchen. Das behaupten zumindest die Macher der App "Bang your Friends" (auf Deutsch etwa: Knall Deine Freunde).

Seit einer Woche kann man die Anwendung für das größte soziale Netzwerk herunterladen. Pro Minute registrieren sich derzeit fünf neue User, hat das Technik-Blog "Mashable" herausgefunden. Über 30.000 Menschen, die meisten von ihnen männlich und in ihren Zwanzigern, hoffen seit der Einführung der App mit ein paar Klicks auf die schnelle Lust.

Die lustigsten Facebook-Pannen der Welt

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Und so funktionierts: Auf der eigenen Freundesliste werden die Menschen markiert, mit denen man gerne Sex hätte. Unter denen filtert das Programm dann die heraus, die ebenfalls die App installiert haben. Per E-Mail wird die Verbindung hergestellt, peinliches Herantasten und lästiges Verhandeln haben sich erledigt, Pleiten sind ausgeschlossen.

Doch ganz so einfach ist es nicht. Die App verstößt nicht nur gegen die sittliche Richtlinien des sozialen Netzwerks, auch etwa der Jugendschutz wird komplett ignoriert. Der schwerwiegendste Vorwurf ist jedoch: Die Suche nach dem Sex-Partner ist alles andere als anonym wie versprochen. Das Blog "allfacebook.com" schreibt, das jeder Facebook-Nutzer erkennen kann, welcher seiner Freunde die App benutzt. Mittels der neuen Suchfunktion "Graph Search" lassen sich sogar die liebeshungrigen "Banger" ermitteln, die sich in einer festen Beziehung befinden. Peinlich, peinlich...

Auch wenn die Macher derzeit nach eigenen Angaben an einer Version für Homosexuelle und einem Ableger fürs Handy arbeiten - lange dürfte es die App in ihrer derzeitigen Form wohl nicht mehr geben.

hn

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