Nun droht rechtlicher Ärger.

Ebay: Passworttausch dauert an

Berlin - Die Handelsplattform Ebay kämpft weiterhin mit den Folgen einer gravierenden Hacker-Attacke. Die Anwender sollen nun ihr Passwort ändern. In den USA droht zudem rechtlicher Ärger.

Bis alle Ebay-Kunden nach der jüngsten Hackerattacke ihr Passwort geändert haben, dürfte noch einige Zeit ins Land gehen. Das Unternehmen habe global damit begonnen, Nutzer auch individuell per Mail aufzufordern, ihr Passwort zu ändern, teilte Ebay am Freitag mit. „Aufgrund der Vielzahl der zu versendenden E-Mail wird dies über einen längeren Zeitraum passieren.“ Ebay hat aktuell nach eigenen Angaben rund 145 Millionen Kunden weltweit.

Unbekannte hatten sich Ende Februar/Anfang März über geklaute Identitäten von Mitarbeitern Zugang verschafft und einen großen Teil der Kundendatenbank kopiert. Es sei aber nicht die gesamte Datenbank kopiert worden, betont Ebay.

Kein Anstieg krimineller Aktivitäten

Nach wie vor habe man keinen Anstieg krimineller Aktivitäten auf seinen Seiten erkennen können, betonte das Unternehmen am Freitag. Damit trat Ebay Meldungen entgegen, der Hack werde bereits von Kriminellen ausgenutzt. Die betroffene Datenbank habe keine Finanzinformationen oder andere vertrauliche Informationen enthalten. Unklar dürfte aber bleiben, ob die Daten möglicherweise anderweitig genutzt werden, etwa zum massenhaften Versenden von Spams.

Ebay ruft seine Nutzer auf seinen Websites weiter prominent auf, das Passwort zu ändern. Kritik an einer verzögerten Informationspolitik wies das Unternehmen zurück. Nach Bekanntwerden der Attacke in der ersten Mai-Hälfte habe man umgehend damit begonnen, eng mit Sicherheitsexperten und Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten. Man habe die relevanten Fakten erst ermittelt und verstehen müssen. Erst dann habe das Unternehmen seine Kunden am vergangenen Mittwoch informieren können.

In den USA haben mindestens drei Bundesstaaten Ermittlungen gegen EBay eingeleitet. Sie wollen prüfen, ob die Datenschutzmaßnahmen der Handelsplattform ausreichend waren. Der New Yorker Staatsanwalt Eric Schneiderman wertete den Einbruch, der auch Kundendaten betreffe, als „äußerst besorgniserregend“.

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