Stromverbrauch muss sinken

EU lässt Xbox, Playstation und Wii drosseln

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Die neue Xbox-Konsole.

München - Im Rahmen der Ökodesign-Richtlinie schreibt die EU-Kommission nun auch bei Xbox, Playstation und Wii den Stromverbrauch vor. Die Hersteller haben sich verpflichtet, sich der Richtlinie zu beugen - mit Folgen für die Kunden.

Schlechte Nachrichten für alle Gamer: Der Stromverbrauch von Xbox, Playstation und Wii muss sinken. Das schreibt die EU-Kommission im Rahmen ihrer Ökodesign-Richtlinie vor. Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge haben sich die Hersteller der Spielekonsolen verpflichtet, den Energieverbrauch ihrer Geräte zu senken.

Vor allem eine verbesserte Software und die automatische Selbstabschaltung bei Nichtbenutzung sollen nach "Bild"-Informationen dafür sorgen, dass Xbox, Playstation & Co. in Zukunft weniger Strom brauchen. Die EU-Kommission hat errechnet, dass dem Verbraucher durch die Maßnahmen Stromkosten in Höhe von 1,30 Euro pro Jahr beziehungsweise 8 Euro über die gesamte Lebensdauer der Geräte gespart werden. Wirklich sparen kann der Gamer so aber nicht, denn bedingt durch die Anpassungen an die gesetzliche Begrenzung des Stromverbrauchs könnten Xbox, Playstation und Wii um etwa 40 Euro teurer werden. Auch das hat die Kommission laut "Bild" errechnet.

Zur Not will EU mit Gesetz Stromverbrauch von Xbox und Co. beschränken

Damit sich die Hersteller der Spielekonsolen auch wirklich an die Vereinbarung halten, sollen ein Lenkungsausschuss und ein unabhängiger Inspektor die Strom-Bremsen regelmäßig überprüfen. Auch das verursacht - wenn auch indirekt - weitere Kosten. Schließlich wollen diese Menschen bezahlt werden. Falls sich 2017 herausstellen sollte, dass die vereinbarten Strom-Bremsen in den Geräten nicht umgesetzt wurden, soll es eine gesetzliche Regelung dazu geben, so die "Bild".

Ziel der EU-Kommission ist es, den Energieverbrauch bis 2030 EU-weit um 27 Prozent zu verringern. Die Ökodesign-Richtlinie hat bereits dafür gesorgt, dass seit September 2014 zum Beispiel keine Staubsauger mit mehr als 1600 Watt verkauft werden dürfen. Auch die Glühbirnen sind der Verordnung schon zum Opfer gefallen.

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