Wieder mehr Simulation

Neues Pro Evolution Soccer 2014 im Test

München - Das neue "Pro Evolution Soccer" von Konami macht manches neu und vieles richtig. Wir testen "PES 2014" und zeigen, wo sich die neue Version verbessert hat.

Pro-Evo-Veteranen fällt schnell auf: Bei „PES 2014“ ist zumindest auf dem Platz kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Die japanischen Entwickler haben fast die gesamte Technik des Vorgängers ausgetauscht. Das komplett neu programmierte Grafik- und Physikgerüst Fox sorgt für realistische Animationen und lebensnahe Gesichtsausdrücke: Frust und Freude ist den virtuellen Kickern deutlich anzusehen. Bekannte Spieler - wie die Kicker FC Bayern München - sehen Ihren realen Vorbildern grandios ähnlich.

Leidiges Thema Lizenzen

In Sachen Lizenzen bietet das Spiel für deutsche Fußballfans wie gewohnt Schmalkost. Aus der Bundesliga sind zum Beispiel nur Bayern München, Schalke 04 und Bayer Leverkusen dabei. Champions-League-Finalist Borussia Dortmund fehlt. Auch die europäischen Top-Teams sind nicht alle dabei: PES 2014 hat die Lizenzen für alle Teams aus der ersten spanischen, italienischen, französischen und holländischen Liga. Aus der englischen Premier League ist nur Manchester United vertreten.  Fans anderer Teams müssen mit dem mitgelieferten Editor nachhelfen oder hoffen, dass andere Spieler ihnen die Arbeit abnehmen und das Ergebnis ins Netz stellen.

Übrigens: Wer auf Exoten steht, für den sind die die Top-Teams aus Südamerika sowie aus Asien geboten. War es nicht schon immer unser aller Traum mit dem FC Seoul gegen Deportes Tolima aus Kolumbien zu kicken?

Besser sieht es bei den Nationalmannschaften aus. Hier sind 81 geboten, darunter auch unsere deutsche Nationalmannschaft sowie Frankreich, Spanien, Brasilien oder England. So kann man sich schon mal für die WM 2014 in Stimmung spielen.

Zurück zur Simulation

Was das Gameplay angeht, so macht PES 2014 eine Kehrtwende auf dem Weg in Richtung actionlastiger Arcade-Kicker, der mit den zurückliegenden Auflagen des Fußball-Games eingeschlagen wurde. Spielerisch bewegt sich das neue „PES“ wieder Richtung Simulation. So hat der Ball zum Beispiel ein spürbares Eigenleben und springt Spielern gerne mal vom Fuß. Das sorgt einerseits für realistische Szenen, andererseits aber auch schnell für Frust. Aber: In den Einstellungen können Spieler genau wählen, wie detailliert sie das Geschehen auf dem Rasen steuern wollen - Anfänger können hier zahlreiche Assistenten zuschalten, um sich langsam an das neue „PES“ zu gewöhnen. Überfordert wird niemand. Auch Einsteiger machen je nach Einstelltung rasch Fortschritte.

Wer es technisch versierter mag, für den sind auch einige Finessen geboten. So kann der Köperschwerpunkt der Spieler mit dem rechten Stick verschoben werden. So rennt der Gegner ins Leere, wenn man den eigenen Spieler mit einer schnellen Bewegung nach links oder rechts neigt. So wirken die Zweikämpfe im Spiel recht dynamisch - und spektakuläre Szenen werden auch vom Publikum bejubelt.

Eine weitere Neuerung bei PES 2014: Bei Freistößen wird nun eine Hilfslinie eingeblendet, die die Flugbahn des Balls genau berechnet. So verwandeln auch Anfänger die Freistöße so gekonnt, wie Roberto Carlos oder Zinedine Zidane zu seinen besten Zeiten.

Fazit

"PES 2014 macht einen Schritt zurück in die richtige Richtung: Der Simulations-Charakter des Spiels ist wieder stärker ausgeprägt, was Konami zahlreiche Fans zurückgewinnen lassen dürfte, die mit den arcadelastigeren Vorgängern vergrätzt wurden. Für Fans von Fußball-Simulationen ist es das absolut richtige Spiel. Wem es auf Lizenzen ankommt, hat sich vermütlich eh schon das neue Fifa besorgt.

„PES 2014“ gibt es für Playstation 3, Xbox 360 und den PC. Die Konsolenversionen kosten um 55 Euro, die PC-Variante einen Zwanziger weniger.

fro

Rubriklistenbild: © Konami

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