Internet-Schnäppchen

Student kauft Google.com für 12 Dollar 

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Für 12 US-Dollar gekauft: Google.com

Massachusetts - Ein Student spielt ein wenig bei Google Domains herum. Plötzlich gehört ihm die Adresse www.google.com - für nur 12 US-Dollar. Es ist nicht der erste Fall, dass einem großen Unternehmen die Domain-Verlängerung misslingt. 

Normalerweise kennen wir es ja umgekehrt: Beliebte beziehungsweise gute Geschäfte versprechende Domains sind nur teuer zu haben. Besonders wenn ein Prominenter das Zeitliche segnet, finden sich auf Domain-Auktionen Adressen wie inmemoryofmichaljackson.com (wurde für rund 10 Mio. $ angeboten) oder whitneyhoustonheartattack.com (sollte für 21 Millionen US-Dollar verkauft werden). Selten finden diese einen Abnehmer, doch die Nachfrage bestimmt das Angebot. Manchmal läuft es jedoch auch umgekehrt. Etwa, wenn ein Unternehmen es versäumt, seine eigene Domain zu verlängern. Das trifft auch große Unternehmen. Microsoft etwa "vergaß" bereits 2003 die Domain für das Vereinigte Königreich von hotmail zu verlängern. So wurde hotmail.co.uk von einer Einzelperson gekauft. Immerhin war der gute Mann so nett und meldete sich bei Microsoft und übertrug die Domain wieder an das US-Unternehmen.

Ähnliches widerfuhr nun dem Studenten und ehemaligen Google-Mitarbeiter Sanmay Ved, der an der Babson Universität in Massachusetts USA Business Management studiert. Als er aus Jux google.com bei Google Domains eingab, war diese Adresse plötzlich frei. Noch hielt der Student das ganze für einen Irrtum, der sich sicherlich im nächsten Moment aufklären würde, doch kurz darauf war seine Kreditkarte mit 12 Dollar belastet und die Domain gehörte ihm! Doch das Glück währte nur für eine Minute, dann bekam er eine automatisch erstellte E-Mail die ihm lapidar mitteilte, dass die Transaktion abgebrochen worden sei. Sanmay Ved reagierte cool und meldete Googles Sicherheitsexperten den Vorfall. Thema erledigt. Ved ist trotzdem happy und sagt: "Ich bin der Mann, der für eine Minute google.com besessen hat". Und das kann ihm niemand nehmen. 

Andrew Weber

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