Hochauflösend und anspruchsvoll: Das können 4K-Monitore

4K-Monitore sind nur dann sinnvoll, wenn Rechner und Grafikchips Auflösungen von 3840 mal 2160 Pixeln und mehr auch liefern können. Foto: Andrea Warnecke
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4K-Monitore sind nur dann sinnvoll, wenn Rechner und Grafikchips Auflösungen von 3840 mal 2160 Pixeln und mehr auch liefern können. Foto: Andrea Warnecke
Ein giftfreies Recycling-Gehäuse zeichnet den 23,8 Zoll großen NEC EA244UHD (ab 1100 Euro) aus. Foto: NEC
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Ein giftfreies Recycling-Gehäuse zeichnet den 23,8 Zoll großen NEC EA244UHD (ab 1100 Euro) aus. Foto: NEC
Gute 1800 Euro muss man für den 31,5 Zoll großen Samsung U32D970Q hinblättern. Foto: Samsung
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Gute 1800 Euro muss man für den 31,5 Zoll großen Samsung U32D970Q hinblättern. Foto: Samsung
Zum Themendienst-Bericht von Tobias Hanraths vom 12. Mai 2015: Der 32-Zöller EV3237 von Eizo gehört mit einem Preis ab 1750 Euro zu den teuereren 4K-Monitoren. Foto: Eizo
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Zum Themendienst-Bericht von Tobias Hanraths vom 12. Mai 2015: Der 32-Zöller EV3237 von Eizo gehört mit einem Preis ab 1750 Euro zu den teuereren 4K-Monitoren. Foto: Eizo
Sticht durch seinen asymmetrischen Standfuß ins Auge: Der 27 Zoll gorße 4K-Monitor S277HK von Acer (ab ca. 680 Euro). Foto: Acer
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Sticht durch seinen asymmetrischen Standfuß ins Auge: Der 27 Zoll gorße 4K-Monitor S277HK von Acer (ab ca. 680 Euro). Foto: Acer
Kommt mit HDMI-2.0-Eingängen, die 4K-Auflösungen bei 60 Hertz unterstützen: Der Viewsonic VP2780-4K (ab ca. 900 Euro). Foto: Viewsonic
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Kommt mit HDMI-2.0-Eingängen, die 4K-Auflösungen bei 60 Hertz unterstützen: Der Viewsonic VP2780-4K (ab ca. 900 Euro). Foto: Viewsonic

Nicht nur Fernseher, auch Monitore gibt es mit extrem hohen Auflösungen. Unsummen kosten solche 4K- oder Ultra-HD-Displays zwar nicht. Spaß macht das Spielen, Surfen oder Arbeiten damit aber nur unter den richtigen Voraussetzungen.

München (dpa/tmn) - Vor ein paar Jahren war der erste iMac mit 27-Zoll-Display noch ein Exot. Heute sind solche und sogar noch größere Diagonalen bei Monitoren keine Seltenheit mehr. Denn sie bieten nicht nur viel Fläche, sondern auch jede Menge Pixel.

Das Zauberwort lautet 4K oder Ultra HD. Dahinter verbergen sich Auflösungen von 3840 mal 2160 Pixeln und darüber. Das sind mindestens viermal mehr als bei Full HD (1920 mal 1080 Pixel).

Bei der Arbeit können solche Auflösungen ein Riesenvorteil sein. "Bei Büroanwendung sorgt das einfach für mehr Effizienz", sagt Markus Greve, Managing Director bei der Münchener Design-Agentur Kochan & Partner. "Sie können damit mehrere Anwendungen nebeneinander benutzen - und zwar in einer augenfreundlichen Qualität." Denn selbst kleine Texte und Symbole werden mit 4K extrem scharf dargestellt.

Inzwischen sind die hochauflösenden Monitore nicht nur für Design-Profis, sondern auch für Verbraucher erschwinglich: Von sechs aktuellen Modellen, die die Computerzeitschrift "c't" kürzlich (Ausgabe 8/15) getestet hat, kosten die meisten rund 1000 Euro. Einzelne Geräte sind auch schon um die 700 Euro erhältlich und schneiden im Test nicht schlechter ab.

Sinnvoll ist der Kauf eines 4K-Monitors aber nur, wenn der PC die Auflösung auch liefern kann. Dazu müssen Rechner und insbesondere ihre Grafikchips leistungsstark sein: Wer auf den hochauflösenden Displays nicht nur arbeiten, sondern auch spielen oder Bilder bearbeiten will, muss sich schon teure Oberklasse-Hardware zulegen.

Außerdem muss die Grafikkarte die richtigen Standards unterstützen. Die beste Wahl ist dabei Display-Port 1.2, den neuere Macs und viele aktuelle Grafikbeschleuniger für Windows-Rechner unterstützen, selbst in der Onboard-Version von Intel und AMD. Damit lassen sich die Bilder in der Regel auch in ruckelfreien 60 Hertz übertragen.

Bei HDMI klappt das dagegen nur mit HDMI 2.0, das aber längst nicht alle 4K-Monitore und Grafikkarten unterstützen. Der Vorgänger HDMI 1.4 kann die extrem hochauflösenden Bilder zwar ebenfalls übertragen, aber nur mit 30 Hertz. Das sorgt bei jeder Art von Animation für ein störendes Ruckeln. "Beim Scrollen zum Beispiel nervt das schon sehr", warnt "c't"-Redakteur Stefan Porteck - vom Spielen ganz zu schweigen.

Neben den richtigen Anschlüssen brauchen 4K-Nutzer noch die passenden Kabel. Theoretisch sollten alle neueren Display-Port- und HDMI-Kabel, die für die Vorgängerstandards 1.1 und 1.4 zertifiziert sind, auch Signale der Nachfolger 1.2 und 2.0 transportieren können. In der Praxis funktioniert das aber nicht immer: "Sowohl bei Display-Port als auch bei HDMI ist es uns im Test passiert, dass Kabel von Drittherstellern nicht funktionierten", erzählt Porteck. Am besten verlässt man sich also auf Kabel, die dem Monitor beiliegen.

Ärger kann es außerdem mit der Software geben: "Die Programme und Betriebssysteme sind auf solche Auflösungen noch nicht vorbereitet", sagt Miroslav Sykora, Analyst beim Marktforscher IDC. Denn gerade auf kleineren Monitoren, etwa mit 24 Zoll Diagonale, sind Schaltflächen, Buchstaben und Symbole in 4K oder Ultra HD oft schlicht zu klein.

Um da gegenzusteuern, haben Windows 7 und 8.1 zwar eine sogenannte Skalierung an Bord, mit der alles automatisch etwas größer dargestellt wird. Ähnliche Funktionen bietet auch OS X für den Mac. Innerhalb von Grafik- oder Textverarbeitungsprogrammen kann die Skalierung aber dazu führen, dass einzelne Elemente nur verpixelt oder verwaschen zu sehen sind, warnt die "c’t". Und auch längst nicht jedes Spiel unterstützt Auflösungen jenseits von Full HD.

Solche Hürden sind aber nur ein Grund, warum Designer wie Markus Greve bei aller Begeisterung noch nicht täglich mit 4K-Monitoren arbeiten: "Für das gleiche Geld gibt es da einfach noch nicht die Qualität wie bei anderen Monitoren." Vor allem bei der Farbraumtiefe, die bei der Profi-Bildbearbeitung besonders wichtig ist, hätten Modelle mit kleinerer Auflösung noch die Nase vorn.

Ähnlich sieht das auch Analyst Sykora: "Zurzeit sind 4K-Monitoren in wichtigen Punkten wie Farbdarstellung und Reaktionszeit noch schlechter als Full-HD-Modelle der gleichen Preisklasse." Er rät Verbrauchen daher eher zu einer Kompromisslösung. Wer unbedingt eine hohe Auflösung, aber trotzdem ausgereifte Qualität will, könne zum Beispiel zu einem Quad-HD-Monitor mit 2560 mal 1440 Pixeln greifen: "Die bieten zurzeit die beste Kombination aus hoher Pixeldichte und erschwinglichen Preisen."

Während immer mehr TV-Geräte für besonders scharfes Ultra-HD-Bild in den Haushalten stehen, ist gerade erst der Standard für eine entsprechende Weiterentwicklung der Blu-ray-Disc verabschiedet worden. Die neuen Scheiben sollen mit bis zu 100 Gigabyte doppelt so viele Daten wie bisher fassen, wie die zuständige Industriegruppe Blu-ray Disc Association mitteilte. Außerdem solle das Videomaterial mit naturgetreueren Farben gespeichert werden können. Bisher werden die Videos in dieser Qualität vor allem über das Internet übertragen, was allerdings auch eine schnelle Verbindung erfordert.

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