Keine Panik bei Handy-Klau - So schützen Nutzer ihre Geräte

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Vorsicht, Langfinger: Wenn das Handy aus der Tasche geklaut wird, sollten Besitzer schnell die SIM-Karte sperren lassen. Foto: Andrea Warnecke

Gerade im Urlaub ist es ärgerlich: Am Strand oder beim Einkaufen klaut ein Dieb das Handy. Doch man kann einiges tun, um das Smartphone und wertvolle Daten zu schützen. Auch böse Überraschungen bei der Telefonrechnung bleiben so erspart.

Berlin (dpa/tmn) - Smartphones und andere Handys sind klein, leicht - und schnell geklaut. Zehntausende Geräte stehlen Langfinger in Deutschland Jahr für Jahr - auch im Urlaub sind Handy-Nutzer meist vor Diebstahl nicht gefeit. Einige Tipps helfen, den Schaden bei einem Diebstahl möglichst gering zu halten:

SIM-Karte sperren: Bei einem Diebstahl sollten Handynutzer schnellstmöglichst ihren Netzbetreiber anrufen und die SIM-Karte sperren lassen. "Das ist der wichtigste Faktor", erläutert Falko Hansen vom Telekommunikationsportal "teltarif.de". Damit verhindern sie, dass Diebe auf ihre Kosten telefonieren oder SMS versenden. Für die Sperrung sind laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (vznrw) Telefon-, SIM-Karten- und Kundennummer oder Kundenkennwort nötig.

Eigene Nummer anrufen: Sobald das Handy gesperrt ist, lässt sich die eigene Nummer nicht mehr anrufen. Deswegen sollten Nutzer davor versuchen, zumindest einmal ihr eigenes Handy zu erreichen, empfiehlt die Verbraucherzentrale - vielleicht gibt es einen ehrlichen Finder.

Anzeige: Der Handy-Klau sollte umgehend bei der Polizei angezeigt werden. Bei der Anzeige muss zur Identifizierung des Geräts die Seriennummer - "IMEI" genannt - angegeben werden. Sie lässt sich über die Tastenkombination "*#06#" am Gerät abfragen oder auf der Verpackung nachlesen.

Zugriffscode: Bei vielen Handys kann man einen Zugriffscode aktivieren. Sobald die Tastensperre aktiv ist, muss erst eine PIN eingegeben werden. Damit kann kein Unbefugter auf die Daten des Handys zugreifen oder teure Telefonate führen, sagt Hansen.

Sperre für SIM-Karten: Ein weiterer Zugriffscode ist der für SIM-Karten. "Das ist ein großer Sicherheitsgewinn", meint Hansen. "PIN-Sicherung und Displaysperre verhindern auch, dass das Gerät vom Dieb mit einer neuen SIM-Karte weiter genutzt werden kann", erklärt die vznrw.

Backups: Damit nach dem Verlust des Handy wenigstens noch das Telefonbuch erhalten bleibt, sollte sich ein Handynutzer regelmäßig um Backups der Daten kümmern. Möglich ist dieses zum Beispiel über die Synchronisations-Software die Cloud-Dienste der Hersteller.

Ortungsfunktion: Viele Smartphones verfügen über eine Ortungsfunktion, mit der über eine Webseite der Standort des Telefons ermittelt werden kann - vorausgesetzt, der Besitzer aktiviert den Dienst. Die Funktion sei zwar nützlich, sagt Falko Hansen, ist aber aus Gründen des Datenschutzes auch genauso fragwürdig.

Versicherung: Laut vznrw zahlt die Hausratversicherung nur, wenn das Handy bei einem Einbruchdiebstahl in der Wohnung oder einem Überfall gestohlen wird. "Spezielle Handyversicherungen lohnen sich eigentlich nur bei sehr hochwertigen Geräten."

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