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"Mad Max" im Test: Wie gut ist das Spiel zum Film?

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Gelungen: Das Freeflow-Kampfsystem bei "Mad Max".

München - Monate nach dem Kinostart von "Mad Max" erscheint nun auch das Spiel zum Film. Hier geht es zum Test des Action-Games von Warner Bros.

"Ein Mann und sein Auto kämpfen gegen das Unrecht!" Diesen Spruch kennt man noch aus der TV-Serie Knight Rider. Er passt aber auch bestens zu "Mad Max". Ein paar Monate, nachdem der Relaunch der Mad-Max-Filmreihe in unseren Kinos lief, erscheint das Spiel zum Film. Was zunächst mal ein gutes Zeichen ist. Bislang konnte man nämlich immer davon ausgehen: Spiele, die pünktlich zum Kinostart erscheinen, wirken nicht selten hektisch zusammengeschustert. Man will ja auf der Merchandising-Welle mitreiten. Nicht so im Fall von "Mad Max". Würden alle Spiele zum Film so daherkommen, dann wäre der Schnell-Schnell-Ruf, der solchen Games anhängt, bald verflogen. Dieses postapokalyptische Open-World-Game zeigt, wie man es idealerweise macht: Den Geist des Films einfangen, aber eine eigene starke Geschichte erzählen.

Darum geht es in "Mad Max": Der Wasteland Warrior Max ist ziemlich angefressen. Der fiese Warlord Scrabrous Scrotus hat ihn ausgeraubt und seinen V8-Interceptor geklaut. Weil Mad Max nur motorisiert der Actionheld ist, wie man ihn kennt, gilt es für ihn, die Karre um jeden Preis wiederzubekommen. Der bucklige Autoschrauber Chumbucket hilft Max, sich an Scrotus zu rächen. Doch bevor der Titelheld (mit vollem Namen übrigens Max Rockatansky) die Festung des Warlords stürmen kann, liegen 20 bis 30 Stunden Spieldauer vor einem. Zunächst muss ein Auto her. Ansonsten wäre Max den marodierenden Schurken und der Hitze im Ödland schutzlos ausgeliefert. Also basteln Max und Chumbucket aus Schrott eine Karre, die man im Lauf des Spiels zu einem mächtigen Kampfgefährt hochstufen kann: den Magnum Opus.

Hochgerüstet wird das Gefährt mit Schrott. Mit jeder Menge Schrott, die man überall im Ödland findet. Etwa an markierten Orten oder über das Zerlegen gegnerischer Autos durch Rammen. Am Anfang geht das Sammeln etwas langsam voran. Was sich im Laufe es Spiels aber ändert. Mit dem Schrott kann Max’ Auto mit Ramm-Stoßstange oder Harpune (eine Allzeckwaffe im Spiel) verbessert werden. Man kann mit dem Schrott aber auch Max’ Schrotflinte oder Scharfschützengewehr hochrüsten.

Neben dem Schrott spielen in "Mad Max" auch Wasser und Benzin eine wichtige Rolle. Ohne diese Ressourcen kommen weder Max noch sein Auto weit. Das anfangs mühselige Sammeln von Schrott, Wasser und Sprit lässt sich später im Spiel aber zum Teil automatisieren.

"Mad Max": Gelungenes Freeflow-Kampfsystem

Ziemlich rar ist in "Mad Max" allerdings die Munition für seine Waffen. Es gibt zwar auch Messer, die sich jedoch rasch abnutzen. Zudem kann man sie nur in vorgegebenen Momenten nutzen. Deshalb setzt man zu Fuß gegen die Banden meist auf den Nahkampf. Das Freeflow-Kampfsystem, bei den man einen Gegner nach dem anderen ausschaltet, orientiert sich unverkennbar an Spielen wie "Batman: Arkham Knight" oder "Mordors Schatten". Auch hier laufen die Prügeleien flüssig ab und die Finisher wirken mächtig.

Wie in der "Far Cry"-Reihe so spielt auch bei "Mad Max" das Einnehmen von Festungen eine wichtige Rolle. Je mehr Festungen der Warlords man einnimmt, desto weitere Gebiete des Ödlands bringt man unter seine Kontrolle. Beim Sturm der Gestungen muss man zunächst die Außenverteidigungen eliminieren: Scharfschützen, Flammenwerfer oder Kanonenrürme. Wem das gelingt, der muss sich später mit weniger Gegnern innerhalb des Festung herumschlagen. Der Sieg ist errungen, wenn Max Ölpumpen oder anderes explosives Zeug in die Luft jagt. Die eingeommene Festung spendiert Max jede Mene Schrott - und produziert diesen auch noch Auto automatisch.

Zudem bietet "Mad Max" eine Menge Nebenmissionen, Autorennen oder "legendäre Stunts" bei denen man mit Nachbrenner-Einsatz durch die Luft fliegt. Sämtliche Spielelemente kennt ma bereits aus anderen Open-World-Games. Trotzdem machen Sie hier immer noch jede Menge Spaß. Cool sind auch die Kämpfe gegen motorisierte Gegner. Mit Vollgas rast man in die Karren und zerlegt die Gefährte.

Fazit: "Mad Max" lässt den Spieler in die karge und brutale Atmosphäre der Filmreihe eintauchen. Das Open-World-Game zieht einen sofort in die raue Ödland-Welt. Sand, Hitze und Tod sind allgegenwärtig. Selten hat ein Spiel das postapokalyptische Feeling so cool rübergebracht. Die Missionen machen auch nach Stunden Jede Menge Spaß. Wer sich für die Mad-Max-Filmreihe begeistert, kann bei diesem Spiel bedenkenlos zugreifen. Alle anderen Fans von Action-Games können das aber auch.

"Mad Max" ist für PC, PlayStation 4 und XBox One erschienen. Preis: rund 60 Euro. Altersfreigabe: ab 18 Jahren.

fro

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