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Metal Gear Solid 5 – The Phantom Pain: So gut ist der neue Snake

Metal Gear Solid 5 - The Phantom Pain
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Snake ist zurück in  "Metal Gear Solid 5 - The Phantom Pain" von Konami.

München - Das neue "Metal Gear Solid 5 - The Phantom Pain" von Konami zieht jeden in seinen Bann, der sich auch nur annähernd für Action-Games begeistern kann. Zum Test. 

"Metal Gear Solid 5 - The Phantom Pain" zieht jeden in seinen Bann, der sich auch nur annähernd für Action-Filme begeistern kann. Lassen wir mal kurz alle technischen Details außer Acht und lassen wir einfach eine Szene auf uns wirken, die man in diesem MGS erlebt. Meine Mission: Einen verletzten Gefangenen aus einem Militärlager in Afghanistan herausholen. Aber: Bei der Menge an Wachposten schaffe ich es im Leben nicht, mich da rein zu schleichen und den Mann auf meinen Schultern lebendig durch den Kugelhagel zum Landeplatz zu schleppen, wo uns ein Helikopter wegfliegen soll. Mist! Also muss ein Plan her. Ja, klar: Nachts schleiche ich mich ins Lager und bringe mehrere C4-Sprengsätze an. An der Funkanlage, an den Luftabwehrraketen und an der Radaranlage. Wieder raus. In sicherer Distanz verstecken. Und: Boom! Sofort sind die Gegner lahmgelegt. Ein Helikopter, den ich rufe, zerlegt die Gegner und deren Panzerwagen mit Raketen und MG-Salven. Während die Feinde sich verzweifelt gegen die Übermacht des Helis wehren, schleiche ich mich wieder ins Lager und befreie den Gefangenen. Auf meinen Schultern schleppe ich ihn zum Hubschrauber. Rein mit ihm. Ich setze mich hinter die Minikanone und halte die Verstärkung in Schach, die mittlerweile ankommt. Wow! Wer sich selber mal fühlen will wie im dritten Teil von Rambo (und welcher Action-Fan unter uns will das nicht?) wird mit Metal Gear Solid 5 - The Phantom Pain bestens bedient.

"Metal Gear Solid 5 - The Phantom Pain": Die Story

Die Vorgeschichte zu "Metal Gear Solid 5 - The Phantom Pain" erzählte bereits der im vergangenen Jahr erschienene Prolog "Metal Gear Solid: Ground Zeroes". Wir erinnern uns: Spezialeinheiten einer paramilitärischen Gruppe namens XOF zerstören Mother Base, die im karibischen Meer stationierte Basis von Protagonist Snake und seiner Söldnervereinigung MSF. Snake selbst fällt ins Koma und wacht erst neun Jahre später in einem Hospital auf Zypern wieder auf. Was in der Zwischenzeit passierte ist völlig unklar. Snake stellt allerdings fest, dass sein linker Arm durch eine Prothese ersetzt wurde. Als ein Killerkommando ins Krankenhaus stürmt, um ihn zu töten, nimmt das Spiel gleich an Fahrt auf.

Hilfe bekommt Snake von seinem Söldnerkollegen Revolver Ocelot. Nachdem sie den Überfall überstanden haben, sinnen die beiden auf Rache. Snake und Revolver Ocelot fassen den Entschluss, Mother Base wieder aufzubauen und die Verantwortlichen der Karibik- und Zypern-Angriffe zu jagen. Diese Jagd führt Snake und seine Söldner-Kollegen in das von sowjetischen Truppen besetzte Afghanistan. Bald stellen sie aber fest, dass sie in eine richtig große Sache hineingezogen werden. Wie man es von Spieldirektor Hideo Kojima und der Metal-Gear-Reihe kennt, entfaltet sich auch im Laufe von "Metal Gear Solid 5 - The Phantom Pain" eine Story mit vielen Wendungen.   

Ein absolutes Novum bei "Metal Gear Solid 5 - The Phantom Pain" ist das Open-World-Feeling, das den ehemals doch recht linearen Ablauf der MGS-Reihe ablöst. Sobald man vom Spiel aufgefordert wird, auf sein Pferd zu klettern und die afghanische Landschaft zu erkunden, überkommt einen ein echt überwältigendes Gefühl: Diese Freiheit! Diese endlose Steppe. Diese unglaublich vielen Konzepte und Möglichkeiten, die einem das Spiel bietet. Nicht nur die Ausrüstung spielt eine wichtige Rolle. Auch Details wie das Wette muss man beachten. So wird man in einem Sandsturm zwar nicht so leicht von den Gegnern entdeckt. Aber präzise Distanzschüsse mit der Sniper-Waffe fallen einem dafür umso schwerer. Es gilt, ein Gespür für die Launen der Natur zu entwickeln und diese zu seinem Vorteil zu nutzen. Irgendwann hat man es dann auch raus, dass die Gegner einen bei einem Regenschauer kaum mehr beim Schleichen wahrnehmen.

Was noch neu ist bei "Metal Gear Solid 5 - The Phantom Pain": Vorbei sind die Zeiten, als man praktisch nur im Schleichmodus überlebte. Wer als Ein-Mann-Armee offensiv alles niedermäht, was ihm im Weg steht, kommt auch zum Ziel. Aber keine Angst, liebe Stealth-Fans: Snake ist nicht in einem "Call of Duty" gelandet. Das neue MGS bietet eine perfekte Mischung aus Schleichen und Rambo-Einlagen.

Cooles neues Feature bei "Metal Gear Solid 5 - The Phantom Pain": Mother Base. Sanke und seine Söldner bauen die zerstörte Basis wieder Stück für Stück auf. Die nötigen Finanzen erspielt man sich in den rund 50 Haupt- und 150 Nebenmissionen. Bis alle Missionen bewältigt sind, braucht man bis zu 80 Stunden. Wer sich nur auf die Haupt-Story des Spiels beschränkt, ist in 30 Stunden durch. Die Missionen sind in zwei riesigen Open-World-Schauplätzen angesiedelt: Afrika und Afghanistan. Dabei überlässt das Spiel einem die völlige Handlungsfreiheit, wie man die Attentate, Entführungen, Rettungsmissionen etc. in Angriff nimmt.

In Sachen Cutscenes wirkt Metal Gear Solid 5 - The Phantom Pain eher ausgedünnt. Was für jene Fans, die die halbstündigen Zwischenfilme der MGS-Reihe eher ermüdend fanden, eine Wohltat ist. Zudem setzt das Spiel darauf, dass jeder sich seine filmreifen Momente selbst erschafft. Siehe die eingangs beschriebene Szene.

Fazit

Metal Gear Solid 5 - The Phantom Pain ist ein Anwärter auf den Titel "Spiel des Jahres". Hammer-Action, ein großartiges Open-World-Feeling, eine sensationell gute Grafik und eine einzigartige Atmosphäre fesseln einen tage bis wochenlang vor den Schirm. Chapeau, Hideo Kajima! Nachdem der Spieldirektor Konami im vergangenen Jahr verlassen hat, darf man zweifeln, ob es eine weitere Zusammenarbeit in Sachen Metal Gear Solid geben wird.

"Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain" ist erhältlich für Playstation 4, Playstation 3, Xbox One, Xbox 360 und PC. Freigegeben ab 18 Jahren.

fro

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