Einhellige Zustimmung und viel Humor – das waren die Bestandteile der Diskussion am Freitag nach dem Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff im Netz. Im Internet spiegelte sich der Rücktritt ebenso vielfältig wieder wie zuvor die Kritik. Wir präsentieren eine Auswahl.
• Wikipedia: Weniger als eine halbe Minute dauerte es, bis der entsprechende Eintrag zu Wulff auf dem aktuellen Stand war.
• Youtube: Die Suchfunktion warf reichlich Wulff-Satiren auf den ersten Plätzen aus, welche schon zuvor Millionen Zuschauer fanden. Darunter ein vermeintliches Wulff-Interview des Komikers Oliver Kalkofe, in dem dieser gleich drei Rollen spielte. Viel Anklang fand auch eine Parodie der Sendung "Extra 3" im Stile von Loriot.
• Blogs und Foren: Das Forum „Russland aktuell“ mutmaßte über einen neuen Wulff-Job als Anti-Filz-Berater für den Kreml. Ein Blogger präsentierte ein spielerisches Bingo mit Floskel-Stichworten wie „Würde des Amtes“ und „privat“.
• Twitter: War wieder einmal ein Echtzeit-Medium mit Beiträgen in Sekundenschnelle. Hier kristallisierte sich unter „Unser Star für Bellevue“ eine Kandidatendiskussion heraus. Ein Nutzer schrieb in Bezug auf Karneval: „Nach dem Rücktritt tanzen die Menschen in Mainz verkleidet durch die Straßen.“
• Facebook: Hier gab es bitterbösen Spott: Der ehemalige Duisburger OB Adolf Sauerland plane die Amtsübernahme und bereite aus diesem Anlass eine Techno-Party vor. Und während vielerorts heftig diskutiert wurde, war in der Gruppe „Stoppt die Hetzjagd“ völlige Ruhe - allerdings auch wenig verwunderlich angesichts von nur wenigen Dutzend Mitgliedern.
• Internet:Auch an vielen Stellen sonst wurde das Thema dankbar aufgegriffen. So etwa vom Karikaturisten Heiko Sakurai, der gleich mehrere Karikaturen veröffentlichte. Manche Websites wurden alleinig zum Zweck gegründet, über das Verbleiben Wulffs im Amt Auskunft zu geben. So etwa http://www.istwulffnochimamt.de und http://istchristianwulffendlichzurueckgetreten.de. (rpp)



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