Onlinedienst Aereo

Gericht zieht Stecker bei Online-Fernsehdienst

Washington - Tausende US-Amerikaner, die Fernsehen übers Internet schauen, gucken bald in die Röhre. Das Oberste US-Gericht hat am Mittwoch gegen den Onlinedienst Aereo entschieden.

Dieser wandelt lokales Antennenfernsehen in einen Livestream für Computer, Tablets oder Smartphones um.

Große Fernsehsender hatten gegen Aereo geklagt und der jungen Firma vorgeworfen, das geistige Eigentum der Sender unrechtmäßig zu nutzen. Aereo stellte sich dagegen auf den Standpunkt, nur eine technische Lösung zum Fernsehgucken anzubieten.

„Aereo ist nicht einfach ein Geräteanbieter. Aereo verkauft eine Dienstleistung“, erklärte der Supreme Court in Washington am Mittwoch und gab damit der Klage der Fernsehsender statt. Es wird damit gerechnet, dass Aereo seinen Betrieb einstellt.

Das Urteil war mit Spannung erwartet worden. Beobachter fürchten, dass andere Technologiefirmen abgeschreckt würden, sogenannte Cloud-Dienste zu entwickeln. Das Gericht sieht diese Gefahr nicht.

Aereo bietet seinen Dienst bislang nur in US-Metropolen wie New York an, wollte aber kräftig wachsen. Die Firma betreibt vor Ort Tausende Antennen, so groß wie Büroklammern, die sie an ihre Kunden für eine Gebühr „vermietet“. Aereo bot auch die Aufzeichnung von Sendungen an.

# dpa-Notizblock

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ ZB

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.