"Report München" am Dienstagabend

VoiceOver IP: So unsicher ist Internet-Telefonie

Festnetztelefon.
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Laut "Report München" existieren in Deutschland schon mehr als 13 Millionen Anschlüsse für die neue Technologie "VoiceOver IP", jede Woche würden tausende umgestellt.

München - Die Telekom drängt Kunden, auf "VoiceOver IP" umzustellen. "Report München" erklärt am Dienstagabend, warum die Technologie unsicher ist. Droht ein Lauschangriff?

Das Magazin "Report München" strahlt am Dienstagabend um 21.45 Uhr im Ersten einen Beitrag aus, der Millionen Menschen verunsichern wird. Darin geht um Internet-Telefonie, die das alte Festnetz ablöst. Laut "Report München" existieren in Deutschland schon mehr als 13 Millionen Anschlüsse für die neue Technologie "VoiceOver IP", jede Woche würden tausende umgestellt.

Die Redaktion hat den Experten Michael Foth interviewt. Er zeigt, wie einfach es ist, ein Telefongespräch über VoiceOver IP abzuhören. Dafür benötigt er nur ein Computerprogramm, das die Signale zwischen zwei Telefonen zuerst über seinen PC schickt. Die Gesprächspartner merkten nichts davon, sagt Foth. Das beweist er, indem er und das "Report München"-Team einen Festnetzanruf in einer Arztpraxis simulieren. Darin werden vertrauliche, sensible Daten ausgetauscht.

Experte simuliert Telefongespräch: Das Ergebnis erschreckt

Sein Programm liefert Foth einen Mitschnitt des Gesprächs. Der Datenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, kommentiert: "Wir wissen, dass das Internet sehr leicht abgehört werden kann und wenn die Telefonie jetzt auch über Internet geht, dann können alle Abhörmöglichkeiten, die sonst schon bestehen, die NSA und kriminelle Hacker benutzen, auch für normale Telefongespräche genutzt werden."

Weichert kritisiert das, denn eigentlich wäre eine Verschlüsselung der Internet-Telefonie möglich. Gegenüber dem Magazin hätten Telekommunikationsanbieter wie die Telekom versichert, sich für einheitliche Verschlüsselungstechniken einsetzen zu wollen.  

sah 

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