Von "Hmm..." zu "Gottgleich"

Diese Website berechnet, wie schön ein Mensch ist

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Eine Mitarbeiterin der tz-Redaktion machte den Selbstversuch: Zwar kam nur ein "nett" raus, dafür macht die "nicht gerade" zuverlässige Software sie um 5 Jahre jünger.

Schönheit liegt im Auge des Betrachters? Eine Schweizer Hochschule hat gemeinsam mit einer Dating-App eine umstrittene Website entwickelt - die Attraktivität berechnen soll. 

Die Schweizer Website Faces sorgt derzeit für Aufregung im Netz. Und sie sollte nur genutzt werden, wenn man über das nötige Selbstvertrauen und jede Menge Humor verfügt. Denn: Sie berechnet angeblich, wie schön ein Mensch ist. 

Das behaupten zumindest die Entwickler: die Dating-App Blinq und die ETH Zürich (Eidgenössische Technische Hochschule). Doch wie kann ein Computer darüber entschieden, welcher Mensch als attraktiv wahrgenommen wird und welcher nicht? Und dies nur aufgrund eines einzelnen Bildes.

Mittels sogenanntem "Deep Learning" – dadurch etabliert sich aktuell eine neue Art von Algorithmen, die menschliches Lernen imitieren – werden in dem Test Alter und Attraktivität einzelner Personen berechnet. Hierzu wurden 500.000 Bilder von Prominenten, gefunden auf IMDB und Wikipedia, benutzt. Die Kombination aus der Methode Deep EXpectation (DEX) und 20 neuronaler Netzwerke bestimmt dann die Attraktivität eines Menschen – anhand eines hochgeladenen Bildes. 

Aber Achtung: Es ist die berechnete Schönheit nach Schweizer Ermessen. Auf der Website schreiben selbst die Entwickler: "Habt Spaß und nehmt die Ergebnisse nicht allzu ernst." 

Die Reaktionen im Netz sind somit kaum verwunderlich.

Gollum aus "Der Herr der Ringe" wurde von der künstlichen Intelligenz als "heiß" berechnet:

Hillary Clinton hingegen schneidet mit der schlechtesten Bewertung "Hmm..." ab:

Und diese Dame erreicht das beste Ergebnis - sie soll mit gottgleicher Attraktivität ausgestattet worden sein:

Die Website eignet sich hauptsächlich für Menschen mit Ausdauer: Beim Selbstversuch kam es immer wieder zu Aussetzern und sehr langen Wartezeiten.

Bettina Pohl

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