Speed-Probleme beim Internet lösen

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Lahmes Internet nervt Nutzer. Sie können erstmal selbst versuchen, die Speed-Probleme in den Griff zu bekommen. Foto: Jens Schierenbeck

Bei sich quälend langsam aufbauenden Seiten oder ruckelnden Filmen sehen viele Internetnutzer rot: Da stimmt doch etwas nicht. Hat der Provider Schuld? Das kann nur eine Fehlersuche klären.

München (dpa/tmn) - Kontakt mit dem Internet-Provider aufnehmen? Bei der Frage sträuben sich vielen Nutzern die Haare. Vor allem Callcenter nerven sie. Gut, dass es Alternativen gibt.

Bei Problemen mit dem Internetanschluss scheuen viele Verbraucher aus Angst vor langen Wartezeiten den Anruf beim Callcenter des Providers. Die Kontaktaufnahme funktioniert alternativ aber oft auch übers Netz, berichtet das "Chip"-Magazin (Ausgabe 11/15). Die Unternehmen bieten etwa spezielle Support-Foren an, oder es gibt Unterstützung via Twitter oder Facebook. Dort bekomme man in der Regel binnen kurzer Zeit Antworten.

Ist die Störung gravierend oder fällt das Internet ganz aus, kommt man natürlich um das Telefon nicht herum. In dieser Situation kann man aber spezielle Störungshotlines der Provider anrufen - etwa bei 1&1 (0721/96 00), Kabel Deutschland (0800/52 66 625), O2 (0800/52 51 378), Telekom (0800/33 01 000) oder Vodafone (0800/17 21 212).

Zu den häufigsten Internetproblemen zählt eine zu geringe Geschwindigkeit. Daran müssen aber nicht zwangsläufig die Provider die Schuld tragen. Bevor man sich mit seinem Anbieter streitet, sollte man zunächst versuchen, das Speed-Problem selbst in den Griff zu bekommen, raten die Experten. Oft bringt schon der Wechsel des WLAN-Sendekanals in den Router-Einstellungen eine Verbesserung.

Manchmal handele es sich bei vermeintlich zu langsamem Internet auch nur um ein Missverständnis, das von verschiedenen Maßeinheiten herrührt. Provider geben die Geschwindigkeit meist in Megabit pro Sekunde an (MBit/s), während mancher Browser im Download-Manager Megabyte pro Sekunde (MByte/s) anzeigt. Um von Mbit auf Mbyte zu kommen, muss die Mbit-Angabe durch acht geteilt werden. Wer also etwa bei einer 16-Megabit-Leitung mit maximal zwei MByte/s Daten herunterladen kann, hat nicht zu klagen, sondern kann sich über eine voll ausgereizte Verbindung freuen, erklären die Experten.

Eine empfehlenswerte Testseite, um die Geschwindigkeit des eigenen Anschlusses zu messen, stellt die Bundesnetzagentur unter https://breitbandmessung.de bereit. Um das absolute Speed-Maximum des Anschlusses zu ermitteln, gilt es, den Testrechner per LAN-Kabel mit dem Router zu verbinden und außerdem die verschiedenen LAN-Anschlüsse durchzuprobieren. Denn an manchen Routern seien bestimmte LAN-Ports mit Geschwindigkeitsgrenzen belegt.

Für ein belastbares Testergebnis sollte die Messung mehrmals am Tag zu verschiedenen Zeiten über mehrere Tage hinweg vorgenommen werden, um temporäre Schwankungen auszuschließen, raten die Experten. Protokollieren könne man die Datendurchsatz-Messungen etwa mit dem Freeware-Programm NetWorx, das die Messdaten als Textdokument abspeichert. Kommt die Leitung über einen längeren Zeitraum nicht auf die versprochene Leistung, kann man seinen Provider kontaktieren, mit den belastbaren Messdaten konfrontieren und zur Nachbesserung auffordern.

Kostenloser NetWorx-Download (eng.)

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