Neuer Teil der Reihe

Schleichspiel "Thief": Der Meisterdieb im Test

Das Spiel "Thief" von Square Enix ist ein Reboot des Schleichspiel-Klassikers. Hier geht es zum Test des düsteren Abenteuers mit Meisterdieb Garrett.

"Thief" von Square Enix hat zwar keine Zahl im Namen, ist aber trotzdem der vierte Teil der gleichnamigen Serie. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Meisterdieb Garrett und geht aus der Ich-Perspektive auf Beutezug in einer Stadt die als Zwischenstadium von Mittelalter und Frühindustrialisierung angelegt ist. Dabei ist der Profi-Einbrecher zwar eigentlich nur auf den eigenen Vorteil bedacht, trotzdem landet er im Verlauf der Handlung zwischen den Fronten eines politischen Konfliktes zwischen Arm und Reich.

Darum geht es im neuen Teil der "Thief"-Serie: Baron Northcrest hat über die Stadt eine rigorose Ausgangssperre verhängt, um die rebellierende Bevölkerung in Schach zu halten und einer mysteriösen Krankheit Herr zu werden, die in den Straßen der Stadt grassiert. Diejenigen die von der Seuche heimgesucht werden, klagen über schreckliche Alpträume und Stimmen im Kopf, die sie in den Wahnsinn treiben. Niemand scheint sicher vor der Krankheit, die in den Straßen nur „Die Schwermut“ genannt wird. Zurückgekehrt aus den Schatten, muss Garrett die Ausgangssperre des Barons umgehen, um zu seinem geheimen Versteck in der Stadt zu gelangen.

"Thief" punktet mit genialer Diebes-Atmosphäre

Die große Stärke des Spiels: "Thief" gibt einem wirklich das Gefühl, als ob man selbst ein Dieb wäre. Man schleicht sich im Schutze der Dunkelheit an ahnungslose Wachen heran, klaut mit einem blitzschnellen Handgriff ihr Geldsäckchen und verschewindet so schnell wieder in der Dunkelheit, wie man gekommen ist. Nervenkitzel pur! Für Kleptomanen ist in der Stadt an jeder Ecke etwas geboten: Münzen, Masken oder Geldsäcke liegen allenthalben herum.

Wer war noch mal Lara Croft? Die schärfsten Videospiel-Babes von heute

Wer war noch mal Lara Croft? Die schärfsten Videospiel-Babes von heute

Als Ausgangspunkt des Spiels, bei dem das Schleich-Element naturgemäß stark ausgeprägt ist, fungiert wie schon in den früheren "Thief"-Teilen der Glockenturm, in dem der Meisterdieb seine geklauten Schätze hortet. Um seinen jeweiligen Zielort zu erreichen, muss Garrett die vielen unterschiedlichen Abschnitte der von Dunkelheit umhüllten Stadt durchqueren. Dort trifft man auf zahlreiche Wachen, die dem Meisterdieb an den Kragen wollen.

Schatten sind zentrales Element bei "Thief"

Um seine Diebestouren unbeschadet zu überstehen, muss der Spieler vor allem im Schatten bleiben. In diesem bleibt er für die Feinde praktisch unsichtbar. Außerdem ist Garrett kein guter Kämpfer und geht Wachen und anderen Feinden lieber ganz aus dem Weg. Jeder Gegner wird zur Herausforderung: Wie kommt man am besten vorbei? Erledigt man den Wachmann mit einem Schlag auf den Kopf oder weniger risikoreich mit einem Bogenschuss aus der Distanz? Immer gibt es jeweils mehrere Wege, die dem Spieler überlassen bleiben. Aber Vorsicht! Wagt Garrett sich ins Licht, wird er zum leichten Ziel für die Wachen und sollte möglichst schnell flüchten. Zumal er nur wenige Treffer einstecken kann.

Bereits erwähnter Bogen stellt Garretts wichigste Waffe dar. Zur Auswahl stehen unter anderem Seilpfeile, an denen man hochklettern kann, explodierende Brandpfeile oder feuerlöschende Wasserpfeile. Weitere Varianten verströmen ein Schlafgas, das vor allem gegen scharfe Hunde nützlich ist oder stumpfe Pfeile, deren dumpfes Geräusch beim Aufprall die Wachen ablenkt. Keine Frage: Garretts Pfiel macht richtig Spaß!

Neben den Stealth-Einlagen muss Garrett auch viel Klettern (wobei die Routen jeweils vorgegeben sind), an bestimmten Stellen springen und sich mit seinen Händen oder eine Kralle hochziehen. Daneben gilt es, jede Menge Schlösser (über ein Minispiel) zu knacken oder Geheimfächer zu erstöbern. 

Hilfsmittel für Einsteiger

Für Einsteiger bietet das Spiel zahlreiche Hilfsmittel, die zum Beispiel wichtige Gegenstände markieren. Kenner der „Thief“-Reihe, die lieber auf eigene Faust schleichen, können die Assistenten aber auch abschalten.

Fazit: "Thief" bietet eine hochspannende Story und eine fesselnd-düstere Atmosphäre. Für Fans von klassischen Schleich-Abenteuern ist das Spiel ein ansoluter Tipp!

Altersfreigabe: Ab16 Jahren

Für: PC, Playstation 3, Playstation 4, XBox 360 und XBox One.

Preis. 50 bis 70 Euro

fro

Rubriklistenbild: © Square Enix

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.