Konzern verweigerte Vertragskündigung

Witwe trägt Asche ihres Gatten in T-Mobile-Shop

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Eine Urne mit der Asche ihres verstorbenen Mannes brachte eine 51-Jährige in Cardiff in Wales in einen t-Mobile-Shop, um endlich den Handy-Vertrag des Verstorbenen kündigen zu können.

Cardiff - Die Witwe Maria Raybould griff zu drastischen Mitteln, um bei T-Mobile endlich den Handy-Vertrag ihres verstorbenen Mannes kündigen zu können. Nachdem ihr die Kündigung mehrfach verweigert wurde, marschierte sie mit der Asche ihres Mannes in den T-Mobile-Shop.

Die 51-Jährige Frau, deren Mann Ende August an Krebs gestorben ist, hatte in mehreren Anläufen versucht, den Handy-Vertrag ihres verstorbenen Gatten bei T-Mobile zu kündigen, wie die englische Tageszeitung "The Telegraph" in ihrer Online-Ausgabe berichtet.

Der Ärger hatte die Witwe inzwischen zur blanken Verzweiflung getrieben. Ihre mehrfachen Versuche, aus dem Mobilfunk-Vertrag herauszukommen, stießen bei T-Mobile auf taube Ohren. Wie "The Telegraph" berichtet, war die Frau unter anderem mit der Sterbeurkunde ihres Gatten und der Begräbnis-Rechnung im T-Mobile-Shop vorstellig geworden.   

Der Mobilfunk-Konzern reagierte hingegen eiskalt. Maria Raybould wurde der Gerichtsvollzieher auf den Hals gehetzt. Inzwischen erlitt die Frau Panik-Attacken, wenn sie nur Mitarbeiter der Telekom zu Gesicht bekam.

Bei ihrem letzten Anlauf war es ebenso, wie "The Telegraph" berichtet. Die Frau aus Cardiff, der Hauptstadt von Wales, war mit der Asche des Toten in den Shop gekommen, um den Vertrag endlich loszuwerden. Eine Shop-Mitarbeiterin lehnte das Anliegen der Witwe aber zunächst ab. Erst nachdem Maria Raybould dann völlig aufgelöst aus dem Geschäft gestürmt war und wieder eine Panik-Attacke erlitt, wurde der Vertrag gecancelt. Die Shop-Mitarbeiterin hatte inzwischen den Geschäftsführer eingeschaltet, und der - so berichtet "The Telegraph" -  willigte zuletzt ein und erlöste die geplagte Witwe von den monatlichen Zahlungen für den Handy-Vertrag eines Toten.

js

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