Wegen rassistischen Hasskommentaren

LeFloid: "Facebook hat ein großes Problem"

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Videoproduzent LeFloid alias Florian Mundt

Berlin - Facebook hat nach Ansicht von YouTube-Star LeFloid ein viel größeres Problem mit Hasskommentaren als andere Soziale Netzwerke.

„Meiner Meinung nach ist Facebook derzeit leider das schlimmste und verseuchteste Netzwerk, was rassistisches Gedankengut angeht“, sagte LeFloid alias Florian Mundt (27) in einem am Sonntag veröffentlichten „Spiegel-Online“-Interview. Es könne doch nicht sein, „dass da jede Brustwarze gelöscht wird, aber Leute ihre verqueren Weltansichten von rechtsaußen posten können und die Menschenwürde von Flüchtlingen verletzen. Da muss inhaltlich anders kontrolliert werden“, forderte er.

Facebook steht in der Kritik, weil manche von Nutzern gemeldeten fremdenfeindlichen Kommentare online bleiben. Das weltgrößte Netzwerk erklärt, gemeldete Kommentare würden von deutschsprachigen Mitarbeitern geprüft. Hassrede ist bei Facebook grundsätzlich verboten, aber das Netzwerk will nach eigenen Angaben bei Entscheidungen über das Löschen von Inhalten auch das Gefahren-Potenzial in der realen Welt sowie die Frage der Meinungsfreiheit abwägen. An diesem Montag will Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) mit Facebook über den Umgang mit Hassbotschaften sprechen.

LeFloid muss sich selbst auch immer wieder mit Hasskommentaren im Internet auseinandersetzen. Seinen Umgang beschreibt er so: „Ich halte nicht so viel vom stumpfen Löschen. Es ist wichtig, sich zu fragen: Lohnt es sich, mit Argumenten dagegenzuhalten? Oder: Ist der Kommentar an sich so dumm, dass ich den Verfasser damit bloßstelle?“ Die Beiträge, die nur beleidigend und deshalb völlig inhaltslos seien, lösche er. „Und ich verbanne die Leute aus meinem Kanal.“

dpa

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