Wütender Abschieds-Clip

Stinksauer: YouTube-Star schließt seine Kanäle

München - Längst haben Vermarktungsfirmen das Potenzial von YouTube-Stars entdeckt und promoten hierzulande viele große Kanäle. Nun hat ein erfolgreicher Videoblogger seine Zusammenarbeit beendet - öffentlich.

Die Klickzahlen sind höher als viele Zuschauerquoten im TV, und die Fangemeinden sind riesig: Längst hat die Videoplattform YouTube viele Stars generiert, die im Netz mit ihren Videoblogs ein Millionenpublikum begeistern. Dieses Potenzial haben auch Vermarktungsfirmen für sich entdeckt und promoten hierzulande viele Kanäle erfolgreicher YouTuber.

Anscheinend läuft die Zusammenarbeit zwischen Vermarktungsfirmen und Videobloggern nicht immer fair ab. Einem YouTube-Star reicht es nun gehörig, er hat seine Zusammenarbeit mit seinem Produktionsunternehmen "Mediakraft Networks" beendet und seine Kanäle geschlossen. Simon Unge, der mit seinen Clips rund 30 Millionen Klicks im Monat erreichte, geht nun neue Wege. In einem 13 Minuten langen Video erklärt er seinen Fans, warum er sich zu diesem Schritt entschlossen hat. Sehen Sie hier das Statement von Simon Unge.

YouTube-Star will sich nicht "wie ein Scheißhaufen" behandeln lassen

In seinem Clip findet der 24-Jährige deutliche Worte: Die Vermarktungsfirma "Mediakraft Networks" habe ihn "wie einen Scheißhaufen" behandelt. Die Firma schmücke sich gern mit den Namen der YouTube-Stars, Unterstützung für die Blogger bleibe allerdings oftmals auf der Strecke, so Unge. Mit "Mediakraft Networks" will er deshalb "nie wieder etwas zu tun haben".

Das Unternehmen selbst veröffentlichte auf seiner Facebook-Seite eine offizielle Stellungnahme zu seiner Auseinandersetzung mit Unge. Bei "Mediakraft Networks" bedaure man den Streit sehr und hoffe auf eine gütliche Einigung, heißt es darin.

In Zukunft will Simon Unge wieder als Einzelkämpfer im Netz bestehen, ohne die Hilfe eines Vermarktungsunternehmens. Einen neuen Kanal hat er schon ins Leben gerufen: Knapp eine halbe Million Fans haben ihn bereits abonniert. Nicht nur auf YouTube, auch in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter ist die Unterstützung für Unge groß. Unter dem Hashtag "#Freiheit" ist eine wahre Solidaritätswelle für den YouTube-Star entbrannt.

vin

Rubriklistenbild: © Screenshot YouTube

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