Einem Bericht zufolge

Russische Militäraktivitäten an Lettlands Grenze nehmen zu

+
Russisches Kampfflugzeug

Riga - Die russischen Militäraktivitäten nahe der lettischen Grenze haben 2016 einem Medienbericht zufolge eine bislang noch nicht gesehene Intensität erreicht.

In den ersten 171 Tagen diesen Jahres seien 395 Mal russische Militärflugzeuge oder Kriegsschiffe in der Nähe des Hoheitsgebiets des baltischen EU- und Nato-Landes gesichtet worden, berichtete die Zeitung „Diena“ am Freitag unter Berufung auf die lettische Armee. Auch die Zahl großangelegter Manöver der russischen Streitkräfte habe sich nach Angaben eines Sprechers des Verteidigungsministeriums in Riga seit der Krim-Annexion erhöht.

Der Politikwissenschaftler Andris Spruds vom Lettischen Institut für internationale Angelegenheiten warnte vor Panikmache. „Für Russland war es schon immer wichtig, Stärke zu zeigen“, sagte er dem Blatt. Moskaus Politik sei es, zu drohen und mit den Muskeln zu spielen, damit andere sich unsicher fühlen. „Ich denke, dass dies wirklich eher eine Machtdemonstration ist, wir sind schließlich in der Nato.“ Das lettische Außenministerium kommentierte, über die wahren Ziele des mächtigen Nachbarlandes im Osten könne man nur spekulieren.

Die Beziehungen zwischen der früheren Sowjetrepublik Lettland, in der eine große russische Minderheit lebt, und Russland sind wegen der Ukraine-Krise gespannt.

dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.