Albig bleibt dabei: SPD-Kanzler nach 2017 unrealistisch

+
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig ist was eine SPD-Kanzlerschaft angeht nicht optimistisch. Foto: Daniel Bockwoldt

Düsseldorf (dpa) - Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) geht angesichts der Umfragewerte nicht davon aus, dass die SPD nach der Bundestagswahl 2017 den Kanzler stellen kann.

"Erstes Ziel muss eine Regierungsbeteiligung sein, nicht eine Fixierung auf das Kanzleramt", sagte Albig der "Rheinischen Post" und fügte hinzu: "Wer jetzt lang und breit über den SPD-Kanzler philosophiert, macht sich doch unglaubwürdig." Die SPD liegt mit Werten um 25 Prozent weit hinter der Union, die bei etwa 35 Prozent liegt.

Eine Koalition mit der Linken und den Grünen im Bund lehnt der Kieler Regierungschef ab. "Derzeit würde es ja bei Weitem nicht für dieses Dreierbündnis reichen. Und ehrlich gesagt passt das inhaltlich auch nicht wirklich."

Über die Frage, wer Kanzlerkandidat seiner Partei werden soll, äußerte sich Albig nur indirekt. "Wir gehen nicht in einen Beauty-Contest mit der Kanzlerin. Es werden Parteien gewählt, keine Personen." Die SPD habe alle Wahlversprechen umgesetzt und Parteichef und Vizekanzler Sigmar Gabriel mache "einen ausgezeichneten Job".

Albig findet aber weiterhin auch, dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) einen ausgezeichneten Job macht. "Sie wird ihrer Verantwortung als Bundeskanzlerin in schwerer Zeit gerecht."

Der Ministerpräsident hatte schon vor einem Jahr in seiner Partei für Furore gesorgt, als er angesichts der Popularität Merkels einen Sieg seiner Partei bei der Bundestagswahl offen infrage stellte. Er sinnierte sogar darüber, ob die SPD überhaupt noch einen Kanzlerkandidaten aufstellen soll.

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.