Anschlag auf "Charlie Hebdo"

Kommentar zum Attentat auf Satiremagazin: Besonnen reagieren

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Nach dem Anschlag auf die Satirezeitung in Paris: Rettungskräfte kümmern sich um Verletzte.

Eine Tragödie: Angreifer töteten in Paris im Stil des Islamischen Staats Mitglieder einer Zeitungsredaktion und weitere Menschen. Ein Kommentar von Nachrichtenchef Tibor Pézsa.

Das ist die erste, die verstörende Botschaft des Attentats: Syrien kann überall sein.

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Gewiss, die Satiriker von Charlie Hebdo hatten provoziert. Sie taten das im Vertrauen auf jene europäisch aufgeklärte Welt, in der Konflikte mit Argumenten ausgetragen werden und am Ende wenigstens ein Zipfel mehr von der Wahrheit zu sehen ist - und zwar wie sie ist, und nicht wie Gewalttäter sie mit Schießprügeln verordnen oder verbergen wollen.

Noch sind die Hintergründe der Tat nicht aufgeklärt, auch wenn alles bisher Bekannte für einen islamistischen Anschlag spricht. Das Attentat von Paris geht uns alle an. Nicht nur, weil es uns nah kam, mitten in einer europäischen Touristenmetropole. Es ist ein Anschlag auch auf unsere offene, demokratische Gesellschaft, auf unsere Grundrechte, hier zuerst das Recht auf Meinungsfreiheit. Darüber mögen nicht zuletzt diejenigen nachdenken, die in diesen Tagen auch in Deutschland der Presse so gern eins auf die Fresse geben wollen.

Reagieren wir besonnen. Und erinnern uns daran, dass die Trennlinie nicht zwischen Nationalitäten oder religiösen Bekenntnissen verläuft. Sondern zwischen denen, die auf die Demokratie setzen und jenen, denen das Zuschlagen leichter fällt als das Nachdenken. Ihnen muss mit Erziehung und Integration, mit Argumenten, und wenn alles nicht hilft, mit Polizei und Gesetz begegnet werden.

Mail an den Autor:  tpa@hna.de

Video vom Tatort

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