Australische Klimaexperten kritisieren eigenen Bericht

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Australien gehört als einer der größten Kohleexporteure der Welt pro Kopf der Bevölkerung gemessen zu den größten Klimasündern unter den Industrieländern. Hier die das Kraftwerk Hazelwood in Victoria. Foto: Greenpeace

Sydney (dpa) - Zwei Experten der staatlichen Behörde für Klimawandel in Australien haben einen Bericht aus dem eigenen Hause als völlig unzureichend abgetan. Der Bericht erwecke den Eindruck, Australien habe bis 2030 Zeit für weitere Maßnahmen zur Reduzierung der klimaschädlichen CO2-Emissionen. 

Das sei "falsch und gefährlich", sagten die Wissenschaftler David Karoly und Clive Hamilton. Sie distanzierten sich von ihren acht Kollegen, mit denen zusammen sie an dem vergangene Woche vorgelegten Bericht gearbeitet hatten.

Die Behörde habe ihre Empfehlungen danach ausgerichtet, was bei der konservativen Regierung mit zahlreichen Klimawandel-Skeptikern in ihren Reihen politisch durchzusetzen sei, nicht, was nötig sei.

Die Regierung steht auf dem Standpunkt, dass die Industrie nicht durch scharfe Auflagen behindert werden darf. Sie hatte bei Amtsantritt 2013 als erstes Land der Welt ein bereits beschlossenes Emissionshandel-System wieder abgeschafft. Australien gehört als einer der größten Kohleexporteure der Welt pro Kopf der Bevölkerung gemessen zu den größten Klimasündern unter den Industrieländern.

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