Zum zweiten Mal in diesem Jahr

Bericht: Türkei sagt Treffen mit deutschem Geheimdienst ab

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BKA-Präsident Holger Münch.

Berlin - Die Türkei hat einem Bericht zufolge ein für diese Woche geplantes Treffen des Bundeskriminalamts mit dem türkischen Nachrichtendienst MIT kurzfristig abgesagt.

Das schreibt die „Welt“ (Mittwoch) unter Berufung auf das Bundesinnenministerium. Eine Begründung wurde nicht genannt. Dem Bericht zufolge sollte es bei den Beratungen um Dschihad-Rückkehrer aus Syrien sowie türkische Linksextremisten gehen. Laut „Welt“ wurden die Konsultationen bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr abgesagt.

Das Innenministerium darauf verwiesen, dass unabhängig von den Beratungen eine „laufende und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit den türkischen Behörden stattfinde. Anfang des Jahres hatten beide Länder eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den Innenministerien und einen stärkeren Austausch zwischen den beteiligten Behörden im Bereich der Terrorismusbekämpfung vereinbart.

Die Zusammenarbeit zwischen der Türkei und Deutschland gilt derzeit als schwierig. So hatte es zuletzt Streit um den Besuch deutscher Abgeordneter auf der Nato-Luftwaffenbasis Incirlik in der Türkei gegeben. Hintergrund ist eine Resolution des Bundestags, in dem die Verfolgung der Armenier vor mehr als 100 Jahren im Osmanischen Reich als Völkermord angeprangert wird. Nach dem fehlgeschlagenen Putsch von Teilen der türkischen Armee Mitte Juli hatte Ankara dem Westen zudem mangelnde Unterstützung vorgeworfen.

dpa

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