Bizarrer Antrag in den Niederlanden

Dorfbewohner wollen Flüchtlinge nicht auf Gehsteig laufen lassen

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Das Rathaus in Beuningen: Der Antrag der Dorfbewohner wurde abgelehnt.

Nimwegen - Weil sie fürchten, dass der Wert ihrer Häuser sinken, haben die Bewohner des niederländischen Dorfes Beuningen einen Antrag gestellt: Flüchtlinge sollen nicht auf Gehsteigen laufen dürfen. 

Die Eröffnung eines Asylzentrums hat Bewohner des ost-niederländischen Dorfes Beuningen zu einem bizarren Antrag getrieben: Damit die Flüchtlinge nicht vor ihren Häusern zum Dorfzentrum laufen können, forderten Anwohner die Schließung des Bürgersteiges. Der Antrag sei abgewiesen worden, teilte eine Sprecherin der Kommune am Mittwoch mit.

"Ich versuche das zu verstehen, habe aber große Mühe damit"

Die Bewohner fürchteten nach Angaben der Sprecherin, dass der Wert ihrer Häuser sinken werde. Statt auf dem Fußweg, sollten die Flüchtlinge daher auf der Straße zum Dorfzentrum laufen. Der zuständige Stadtrat Piet de Klein sagte: „Ich versuche das zu verstehen, habe aber große Mühe damit.“

Ende des Jahres soll in dem Dorf bei Nimwegen im Osten der Niederlande ein Asylzentrum für rund 300 Menschen eröffnet werden. Das hatte zu Protesten in der rund 20.000 Einwohner zählenden Kommune geführt.

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Mastermind
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Die Niederländer sind ja sowas wie die Vorfahren der Buren, die in Südafrika lange genug solch Unsinn durchgeführt haben. Man sollte meinen, dass die Zeiten der Apartheit lange vorbei sind...aber die ewig Gestrigen sterben leider doch nicht so schnell aus.

hattrickAntwort
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Was 1933/45 in Deutschland mit den jüdischen Mitbürgern geschah ist mit nichts zu vergleichen.
Rassengesetze, die erlassen wurden um Menschen anderen Glaubens diskriminieren und sie später industriell zu ermorden hat meines Wissens kein Beispiel in der Geschichte.
Sie spielen wahrscheinlich auf Geschäftszeiten nur für Juden an, oder Parkbänke nur für Deutsche.
Diese Vorgehensweise werden sie in der Historie der USA ebenso wie der von Südafrika und anderen Ländern finden.
Bis in die 1960er Jahre gab es in zivilisierten Ländern sogenannte "Rassentrennung", oder auch Apharteid genannt, welche erst nach und nach abgeschafft wurden.
Ist also kein spezifisches deutsches Problem gewesen.
Diese diskrimminierten Menschen lebten seit Generationen unter ihren Peinigern und mussten Progrome und Anderes erdulden.
Dies war eine andere Dimension der Schikane als das oben Beschriebene.
Diese Vergleiche mit dem dritten Reich hinken meiner Meinung nach gewaltig. Sprechen sie mit Menschen jüdischen Glaubens und sie werden feststellen, das man nicht gerne hört, wie der Holocaust durch solche Verallgemeinerungen relativiert wird.

Poltrie
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Der Aussage vom Stadtrat Piet de Klein, „Ich versuche das zu verstehen, habe aber große Mühe damit“, braucht man wohl nichts hinzuzufügen.

Kommentare

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