Behördenchef Weise gibt zu:

Bamf schafft nur 700.000 statt eine Million Asylanträge

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Frank-Jürgen Weise, Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.

Berlin - Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) wird sein selbst gesetzte Ziel bei der Abarbeitung von Asylanträgen deutlich verfehlen.

Statt der für dieses Jahr angepeilten eine Million Anträge "werden wohl höchstens 700.000" geschafft, sagte Behördenchef Frank-Jürgen Weise der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Montag. Ein Grund für die Verspätung sei, dass der Personalaufbau beim Bamf langsamer vorangegangen sei als geplant.

Trotz der inzwischen wieder sinkenden Zugangszahlen bei den Asylbewerbern warnte Weise vor einem zu starken Herunterfahren der Personalkapazitäten. "Wir brauchen eine Personalreserve von 20 bis 30 Prozent." Sollten die Zahlen wieder steigen, müsse das Bamf schnell reagieren können.

Weise zeigte sich dennoch optimistisch, was die Bewältigung der Flüchtlingsaufgabe angeht: "Wir schaffen das - in dieser Dimension", sagte er dem Blatt. Nach einer Million Flüchtlingen in vergangenen Jahr geht der Bamf-Chef in diesem Jahr von rund 300.000 Neuankömmlingen aus.

AFP

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