Rede im Europarat

Dalai Lama: "Erwarte keine glückliche Menschheit mehr"

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Der Dalai Lama bei seiner Rede im Europarat.

Straßburg - Bei einem Besuch im Europarat hat der Dalai Lama mit Pessimismus auf das 21. Jahrhundert geblickt. Es könnte ein Jahrhundert der Gewalt werden, befürchtet er.

Bei einem Besuch im Europarat hat der Dalai Lama mit Pessimismus auf das 21. Jahrhundert geblickt. „Ich bin jetzt 81 Jahre alt, ich erwarte keine glücklichere Menschheit mehr in meiner Lebenszeit“, sagte der geistige Führer der Tibeter am Donnerstag in Straßburg. Er prangerte außerdem das bestehende Bildungssystem an, das seiner Ansicht nach eine materialistische Lebensweise fördere. Er befürchtete, dass dies das 21. Jahrhundert zu einem Jahrhundert der Gewalt mache. Er forderte deshalb, eine bessere Vermittlung moralischer Standards.

Das Oberhaupt der tibetischen Buddhisten reiste für zwei Tage in die elsässische Hauptstadt. Am Donnerstagnachmittag stand ein Besuch im außenpolitischen Ausschuss des EU-Parlaments an. Der Dalai Lama ist seit Jahren in diplomatischer Mission für die Menschenrechte und die Rechte der Minderheiten weltweit unterwegs. Seine Auftritte werden von China kritisiert, das Tibet annektiert hat und die Kultur der Tibeter mit der Ansiedlung von Han-Chinesen zurückdrängt. Der Dalai Lama spricht sich für eine größere Autonomie Tibets aus.

dpa

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